Wir und die Russen

Dieses Verhältnis hier aufzuarbeiten und voll inhaltlich zu erklären versuchen nun fast alle politischen Kräfte, Medien, Institute usw. Man sollte meinen, dass dabei etwas brauchbares Verständliches zu verwerten ist.

Ich sehe dies mit sehr gemischten Gefühlen und verspüre Ungemach; ja, man müßte es fast als gesellschaftliches Unrecht bezeichnen dürfen, verfolgt man dessen Charakteristika der letzten Jahre. Gestern Abend versuchte sich Phoenix nicht zum ersten Mal mit diesem Thema. Mit Hühneraugenzudrücken war der Dokufilm zu verdauen. Als es die UdSSR noch gab, bedrohten uns die Kommunisten, von denen man sich ja seit 1917 bedroht fühlt; übrigens gewisse Kreise mit Recht; nur so am Rande. Nachdem ein Handlanger sich vollstens versoffen hat gibt es nun eine neue Richtung in Russland; man reichte der EU die Hand und man merkte, dass das Vertrauensverhältnis in der Realität sich wohl doch nicht so entwickeln konnte; oder durfte? Wer sind nun die wirklichen Drahtzieher, welche kein Interesse an einem entspanntem Verhältnis zu Russland haben? Wessen Interessenlagen sind so angelegt, die EU und Russland in eine weiter Kollisionskurve zu führen?

Weiss dies unser Aussenminister? Meint er, dass dies an den Russen liegt? Weiß es das “Deutsch-Russische Forum”, wer dieses Verhältnis vergiften möchte? Sind es etwa die verschieden Volksstämme im weiten Russland?

Für mich erinnere ich mich noch an die warmherzigen Worte zwischen Gorbatschow und Helmut Kohl in der “Auflösungsphase” und dem Rausschmiß einer Alliiertenmacht. Die andere haben wir bis heute.