Kopiert für’s reinlesen

Ist auch interessant für Herrn Ramelow und seinen Jüngern. Aber leider ist man dort zusehr mit intensiver Regierungsarbeit und klösterlicher Aufklärung überlastet? Allerdings sind eine Reihe von Streitern; selbst aus christlichen Kreisen in Erkenntnisprozessen weiter. (Besser zu lesen ist der Beitrag allerdings in der Zeitung selbst)

Tageszeitung junge Welt – Donnerstag, 26. Februar 2015, Nr. 48 Aktuelle Ausgabe »Revisionisten sind immer Kantianer«

Die 11. Feuerbach-These, der Verfall der Philosophie im Spätbürgertum und weltanschauliche Mängel in sozialistischen Ländern.  Der Kommunist und Philosoph wäre heute 88 Jahre alt geworden. Er starb am 11. Dezember 2011. Im Frühjahr desselben Jahres besuchten ihn Arnold Schölzel, Chefredakteur der jungen Welt, und Johannes Oehme von der Eulenspiegel-Verlagsgruppe im Tessin. Sie führten mit Holz ein mehrtägiges Gespräch über sein Leben mit Philosophie und Politik. Eine Veröffentlichung der dabei gemachten Aufzeichnungen ist in Vorbereitung. jW publiziert mit freundlicher Genehmigung des Verlagshauses eine Passage daraus, in der sie sich vor allem auf die deutschen Philosophen Immanuel Kant (1724-1804) und Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) beziehen. Der Text wurde redaktionell bearbeitet und mit Anmerkungen ergänzt.

(jW) Arnold Schölzel (A.S.): Kann man sagen: Das größte Hindernis oder Hemmnis, um zur Analyse und zum adäquaten Umgang mit Begriffen durchzudringen, ist der Kantianismus und Neukantianismus? Wenn man Kant aufmerksam liest und die Stellen, an denen er seinen Subjektivismus gleichsam nicht mehr begründen kann, sondern – sage ich jetzt mal böse – mit philosophischen Tricks überspielt, wenn man diese Stellen aufspürt, merkt man, da fehlt etwas. Das sind genau die Passagen, an denen Hegel einsetzt. Wenn man Kant und Hegel zusammen liest, kann Kant sehr viele Einsichten vermitteln. Er ist ein ganz großer Denker. Ich habe immer gesagt: »Kant ist das größte Verhängnis in der neuzeitlichen Philosophiegeschichte – wegen dieses Subjektivismus.« Aber er ist natürlich einer der ganz großen Denker, der dieses Verhängnis auf einem hohen Niveau gewesen ist, sonst hätte er ein solches auch nicht sein können. Wenn man ihn mit Hegel zusammen liest, kann er sehr lehrreich werden, aber gegen Hegel gelesen wird er in der Tat zu einer Missleitung.

A.S.: Fasst man das zusammen, ist Kant ja derjenige, der sinngemäß sagt: Genau das geht eben nicht, dass wir mit Begriffen einen vernünftigen Umgang haben, insbesondere, was das Realallgemeine angeht. Kann man das so zusammenfassen? Richtig. Und genau darauf hat Hegel den Finger gelegt und versucht, den Begriff nicht starr, sondern als sich entwickelnd darzustellen – wie in der Hegelschen »Phänomenologie des Geistes« ein Kapitel aus dem anderen gleichsam geboren wird. Ein derartiges Vorgehen ist von solch einer faszinierenden Überzeugungskraft, wie hier Begriffe nicht a priori entstehen, sondern in einem Entwicklungsgang. Gerade die »Phänomenologie des Geistes«, die immer auch den Bezug auf jeweils historische Situationen herstellt – in der »Wissenschaft der Logik« wird die Begriffsbildung sehr abstrakt, aber das Werk bildet ja auch (für Hegel; jW) die Grundlage (seines Systems; jW) –, führt die Begriffsbildung als ein Geschichtsprozess vor. Da würde ich sagen: Dahinter tritt Kant einfach zurück. Aber ohne Kant hätte Hegel nicht geschrieben. Er ist durch den damals herrschenden Kantianismus gleichsam darauf gestoßen worden, dass das (die starre Begriffsbestimmung durch Kants Transzendentalanalyse in der »Kritik der reinen Vernunft«; jW) nicht geht. Schon Fichte merkt es. Der ganze junge Schelling ist ein einziger Protest gegen den Kantianismus – ein unreifer zwar, würde man sagen, aber doch voll genialischer Einfälle und Gedanken. Hegel ist daher etwas ungerecht, wenn er sagt, Schelling führe in seinen Schriften seine ganze Bildungsgeschichte der Öffentlichkeit vor, statt zu warten, bis er an dem Punkt ist, wo er was zu sagen hat. – Aber das ist in jedem Fall durchgängig durch Kant angestoßen mit dem Gefühl: So geht es nicht! Und die treuen Kantianer wie (Carl Leonhard) Reinhold und Konsorten, die waren zu ihrer Zeit sehr bedeutsam, sind aber wieder verschwunden. Der Neukantianismus ist doch auch abgestorben. A.S.: Als manifeste Strömung sicher, aber ich frage mich eben immer, ob nicht von der Systematik des Denkens her das Neukantianische die Leute, ohne dass sie das im einzelnen wissen, daran hindert, die Frage so zu stellen, wie sie Leibniz, Hegel, Lenin stellen und eben du sie stellst. Ja, das würde ich auch sagen. Der Neukantianismus errichtet Sperren. Die sind dann ziemlich kritiklos in den Positivismus übernommen worden. Der bildet somit eine Traditionslinie, seine Vertreter sind mehr oder weniger Kantianer.

A.S.: Ich erinnere mich an einen Aufsatz über einen Philosophiekongress von dir in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus dem Jahr 1953, in dem du sagst, dass dort der Umgang mit Begriffen – sinngemäß sagst du das – praktisch nicht mehr stattgefunden habe. Und somit sei eine Tradition unterbrochen worden, in der sich die Philosophie mit den brennenden Fragen der Zeit befasste. Das sei ein Zeichen des Verfalls geistiger Aktivität. Es sei darum notwendig, dass die Philosophie ihr Organon zurückgewinne. Wäre das auch, wenn man das verallgemeinert, dein Vorwurf an die bürgerliche Philosophie nach Hegel, dass in ihr diese Fragestellungen im Grunde fast nicht mehr vorkommen? Es gibt nach Hegel einen Verfall der Metaphysik. Und diese Fragestellungen sind letzten Endes metaphysischer Art. Der Verfall der Metaphysik, der mit dem naturwissenschaftlichen Empirismus einsetzt und die Metaphysik in den Privatismus der privaten Weltanschauung abdrängt … Das sind dann so Leute wie Schopenhauer, der also für den gebildeten Bürger eine Metaphysik schreibt. Aber sie hat keine Kraft mehr, wirklich Welt zu gestalten. Da ist auch Eduard von Hartmann. Diese Spätmetaphysiker des 19. Jahrhunderts, die zählen nicht mehr. Das ist im Grunde genommen auch der Impuls gewesen, aus dem heraus sich Nietzsche gegen die Philosophie insgesamt gewandt hat. Er erfasst, dass sie all ihre Kraft verloren hat. Das gilt für die gesamte nachhegelianische Philosophie. Darum entwickelt Marx einen Ansatz, Philosophie wiederzubegründen, die nicht mehr eine Philosophie des sich abschließenden Denkens ist. Die ist bei Hegel nun wirklich so großartig ausgeschöpft, danach kann es eigentlich nur schlechter werden. Das muss bei Marx anders werden. Darum ist die 11. Feuerbach-These: Ihr Philosophen habt nur interpretiert. Die anderen interpretieren immer noch weiter, jetzt kommt es darauf an, eine Philosophieform zu finden, die nicht nur interpretiert, sondern eingreifend handelt, praxisnah. jW-Shop Antiquariat Das ist eigentlich das, was bis heute noch offen ist. Welche Philosophieform, unter welchen philosophischen Kategorien wird das Praxisverhältnis wieder ein Reflexionsverhältnis und nicht unmittelbare Praxis? Das ist auch der Mangel der marxistischen Philosophie nach Lenin gewesen, die Philosophie als Kritik der bürgerlichen Ideologie betrieben hat und dann nicht danach gefragt hat, was denn jetzt eine marxistische Philosophie sein muss? Da wurde die 11. Feuerbach-These immer interpretiert, als ob sie sage, das ist jetzt das Ende der Philosophie. Aber Marx hat schon in seinen Hegel-Kritiken davon gesprochen, von der »Aufhebung und Verwirklichung der Philosophie«: Ihr könnt sie nur aufheben, wenn ihr sie verwirklicht. Ihr könnt sie aber auch nur verwirklichen, wenn ihr sie als reine Theorie aufhebt.1 Diese Dialektik von Aufhebung und Verwirklichung ist in der marxistischen Philosophie vernachlässigt worden. Dieses Versäumnis ist einer der Gründe, warum es die interne Anfälligkeit des sozialistischen Systems für bürgerliche Philosophie gab. Hätten sie die eigene gehabt, dann wären sie gegen alle bürgerlichen Einflüsse völlig resistent gewesen. So aber konnten bestimmte bürgerliche Philosophien, die etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben – wie der Existenzialismus, wie die Praxisphilosophie der Jugoslawen – mit Theorieelementen einsickern, die im Grunde nicht marxistisch waren. Ich denke, das ist ein ganz entscheidender ideologischer Effekt gewesen, der zum allmählichen Vertrocknen der Theorie in den sozialistischen Staaten geführt hat. Da sehe ich nun als letzten, der immer wieder auf theoretische Fragen zurückgekommen ist, doch Stalin, noch in der Arbeit über den Marxismus in der Sprachwissenschaft.2 Er spricht da nicht nur die Sprachwissenschaft an, er spricht das gesellschaftliche Basis-Überbau-Schema an. Er sagt sinngemäß: Das wird zu einfach gesehen. Das ist zwar als Modell ganz vernünftig, um bestimmte ideologische Zusammenhänge zu erklären. Aber da gibt es noch anderes, worüber wir nachdenken müssen. Und dieses Problembewusstsein ist nach Stalins Tod völlig weg. Diese Arbeit ist doch nie mehr diskutiert worden.

Johannes Oehme (J.Oe.): Diese Arbeit vielleicht nicht. Aber sind nicht zumindest in der Stalinzeit eigenständige philosophische Ansätze entstanden? Ich denke da an den ungarischen Logiker Béla Fogarasi.3 Von ihm gab es eine Logik, in der der Widerspiegelungsbegriff auch aus einer Kritik platter Basis-Überbau-Schemata entwickelt wurde. Das ist eine Literatur, die vor dem XX. Parteitag der KPdSU erschienen ist. Deswegen dachte ich, dass man heute auch schauen müsste: Was gab es vor 1956 an Ansätzen zu dem Basis-Überbau-Verhältnis? Was Du ja forderst. Fogarasi wurde sehr bekämpft. Ich denke auch an den tschechischen Philosophen Jindřich Zelený,4 dessen bedeutende Arbeiten nie wahrgenommen wurden. Im Westen nahm man sie teilweise wahr. Zelený, das war unser großer Repräsentant, den schickte man in die Internationale Gesellschaft für Philosophie als Repräsentanten, aber seine Philosophie wurde in der ČSSR eigentlich nicht wahrgenommen. Man muss es als Verdienst der DDR ansehen, dass man dort Zelený in deutscher Sprache publiziert hat. Die tschechischen Arbeiten von ihm sind bis heute nicht publiziert, jedenfalls nicht so, dass sie international rezipierbar sind. Also es gab schon einige, und Zelený habe ich für einen sehr bedeutenden Philosophen gehalten. Fogarasis Logik ist nun nicht mein Spezialgebiet, aber sein Werk, selbstverständlich. Aber da gab es dann auch schon die harte Auseinandersetzung zwischen Georg Klaus5 und Fogarasi. Klaus hat Fogarasi sehr abgelehnt. Ihre unterschiedlichen Positionen wären ein Diskussionsgegenstand gewesen, aber sie sind als solcher nicht aufgenommen worden. Beide haben sich gestritten, und das war es. Das, meine ich, war einer der großen theoretischen Mängel in den Zeiten nach 1950 im Sozialismus, dass sie an den Grundfragen der Theorie nicht weitergearbeitet haben. Die Philosophie aufheben, sie also auch auf eine höhere Stufe he Die Philosophie aufheben, sie also auch auf eine höhere Stufe heben, macht viel Arbeit. Das wusste schon Karl Marx, als er in der 11. Feuerbach-These über die Bedeutung der Philosophie für die Praxis schrieb.

A.S.: Ich weiß gar nicht, ob das politisch bedingte Hemmnisse waren, solche Grundfragen aufzuwerfen. Es schloss ja auch ein, über Marx zum Beispiel hinauszudenken. Ich würde sagen, nicht das »Über Marx hinaus« war das Hemmnis, sondern die Tatsache, dass man eigentlich vor Lenin zurückwollte, dass man im Grunde genommen auf die Marxisten des Empiriokritizismus wieder zurückwollte. Das hing mit dem XX. Parteitag und mit (dem sowjetischen Parteichef Nikita; jW) Chruschtschow zusammen. Mit Stalin wurde eine leninsche Tradition problematisch, die griff man zwar nicht an, aber die wurde problematisch. Und philosophisch wirkte sich das darin aus, dass die hegelsche Tradition nicht mehr weiter verfolgt wurde. Die ganze Dialektik war den Revisionisten unsympathisch. Revisionisten sind immer Kantianer. Wir hatten, das war 1981, einen Kongress in Riga, zum Jahrestag der »Kritik der reinen Vernunft«. Da strömte die gesamte Prominenz der Sowjetphilosophie zusammen. Das war eine einzige Kant-Feier. Der einzige, sehr vorsichtig gehaltene kantkritische Vortrag kam von mir. Ich untersuchte die kantische Kategorienlehre und die »Analogien der Erfahrung«6 und zeigte, dass ein Bruch in den »Analogien« ist, und dass dieser Bruch sich auch in den Unterschieden zwischen der ersten und zweiten Auflage der »Kritik der reinen Vernunft« manifestiert. Auf solche philologischen Analysen hat man sich gar nicht eingelassen, denn dann hätte man nachdenken müssen. So konnte man Kant feiern als Denker eine Revolution, was er ja auch war, aber eben begrenzt, wirklich begrenzt. Denn letzten Endes sagt Kant: Revolution ist immer falsch. Aber die Ergebnisse der Revolution sind dann wieder richtig. Das ist doch keine philosophische Position, muss ich sagen. Die gesamte Entwicklung nach 1956 ging in Richtung eines Revisionismus, der auch die Aufnahme der ganzen neopositivistischen Philosophie begünstigt hat. Und da wurde ein Mann wie Fogarasi überhaupt nicht mehr gewürdigt, das ist klar.

J.Oe.: Die (damaligen Vertreter der sozialistischen Philosophie; jW) müssten sich doch dann irgendwie zu Lenin verhalten haben. Haben sie bewusst Kant gegen die Invektiven und Schimpftiraden von Lenin abgefeiert? In dessen »Konspekt zu Hegels ›Wissenschaft der Logik‹« wird doch expliziert, was die grundsätzlichen – gerade erkenntnistheoretischen – Probleme und Mängel bei Kant sind. Die Konspekte zu Hegels »Logik« sind in der gesamten Philosophie der sozialistischen Länder praktisch unberücksichtigt geblieben. Es gab in den 1980er Jahren einen von den beiden Akademien, Moskau und Berlin, gemeinsam herausgegebenen Sammelband zu einem Hegel-Gedenken.7 Ich schrieb in diesem Sammelband über die »Konspekte«. Das war der einzige Beitrag dazu. Der Band wurde von Teodor I. Oiserman und Manfred Buhr8 herausgegeben. Buhr hat sich dafür stark gemacht, dass dieser Aufsatz kam. Oiserman meinte: »Nun ja, so kann man Lenin auch lesen.« Das ist die Einstellung gewesen: Um Gottes willen, das alles weg! Lenin hat gesagt: Die Redakteure der Zeitschrift Unter dem Banner des Marxismus sollen alle einen Klub der Freunde der Logik Hegels bilden.9 Das ist völlig vergessen worden. Es wurde auch nicht gerne gehört, wenn man diese Stelle zitierte. Man konnte das nicht bestreiten, aber es wurde nicht gern gehört.

Anmerkungen der Redaktion 1 Gemeint ist hier neben der »Kritik des Hegelschen Staatsrechts« aus dem Jahr 1843 vor allem die »Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung« von 1844. Letztere Schrift formuliert das Programm der Aufhebung und Verwirklichung der Philosophie: »Die Philosophie kann sich nicht verwirklichen ohne die Aufhebung des Proletariats, das Proletariat kann sich nicht aufheben ohne die Verwirklichung der Philosophie.« Beide Texte sind in den Marx-Engels-Werken, Band 1, enthalten; das Zitat ist auf S. 391 zu lesen. 2 Josef Stalins Aufsatz »Marxismus und Fragen der Sprachwissenschaft« erschien 1952 im Verlag Volk und Wissen in Berlin in deutscher Sprache. 3 Béla Fogarasi lebte von 1891 bis 1959. In Budapest gehörte er früh dem u. a. von Georg Lukács geleiteten »Sonntagskreis« an. Von 1930 bis 1945 lehrte er in Moskau Philosophie, politisch war er ein Anhänger Stalins. Nach 1945 ging er zurück nach Budapest. »Marxismus und Logik« erschien 1946, »Logik« 1950. 4 Jindřich Zelený lebte von 1922 bis 1997. Er lehrte an der Karlsuniversität in Prag und gehörte ab 1981 zur Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften. Ins Deutsche ist übersetzt: »Die Wissenschaftslogik bei Marx und Das Kapital«, »Dialektik der Rationalität. Zur Entwicklung des Rationalitätstypus der materialistischen Dialektik« und 2001 »Die dialektische Ontologie«. 5 Georg Klaus, 1912–1974, war in der DDR führend in den philosophischen Fragen zur Kybernetik, Logik, Semiotik und zu den Naturwissenschaften. Von ihm erschienen zahlreiche, weitverbreitete Schriften und Wörterbücher, speziell das »Philosophische Wörterbuch«, das er 1964 mit Manfred Buhr herausgab. 6 Die Kategorienlehre und die »Analogien der Erfahrung« sind Bestandteile der »Transzendentalen Elementarlehre« in Kants Hauptwerk »Kritik der reinen Vernunft« von 1781 bzw. 1787. 7 Es handelt sich um die Aufsatzsammlung »Vom Mute des Erkennens. Beiträge zur Philosophie G. W. F. Hegels«, Berlin 1981, die anlässlich des 150. Todestages des Dialektikers erschien. 8 Oiserman, geboren 1914, war damals Bereichsleiter im Institut für Philosophie an der Akademie der Wissenschaften der UdSSR. Buhr, 1927–2008, war – als Nachfolger von Georg Klaus – Leiter des Zentralinstituts für Philosophie bei der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt lag in der Geschichte der klassischen deutschen Philosophie von Kant bis Hegel. 9 Im Band 33 der Lenin-Werke, Berlin, heißt es: »Um diesen Kampf bestehen und mit vollem Erfolg zu Ende führen zu können, muss der Naturforscher moderner Materialist, bewusster Anhänger des von Marx vertretenen Materialismus sein, das heißt, er muss dialektischer Materialist sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Mitarbeiter der Zeitschrift Pod Snamenem Marxisma das systematische Studium der Dialektik Hegels vom materialistischen Standpunkt aus organisieren, d. h. jener Dialektik, die Marx sowohl in seinem ›Kapital‹ wie auch in seinen historischen und politischen Schriften praktisch angewandt hat (…).« Hans-Heinz-Holz-Tagung 2015 am 28. Februar von 11 bis 16 Uhr im Marx-Engels-Zentrum in Berlin-Charlottenburg, Spielhagenstraße 13 (U2 und U7, Bhf. Bismarckstraße). Es referieren Hermann Klenner zum Herr-Knecht-Verhältnis bei Holz, Georgios Kolias zum Begriff »gegenständliche Tätigkeit« und Andreas Hüllinghorst über Marx, Bloch, Holz und die Feuerbach-Thesen. Veranstalter sind die DKP Berlin und die Salzburger Gesellschaft für dialektische Philosophie. Voranmeldung ist möglich unter: info@mez-berlin.de”>info@mez-berlin.de