Der Anstand von Linken im Volk

Oder Verrat?

Von „ wieso kritisierst Du nur die Linke“ über „ warum bist Du nicht mehr dabei und hilfst uns“ bis zu der Bemerkung; „ich schlage auf die Linke ein“; so oder auch ähnliche Fragen wurden an mich zu meinem Web-Portal herangetragen.
In einer Zeit, als ich für politische Arbeit entlohnt wurde wäre mir zu diesen Fragen nicht viel eingefallen; ganz einfach; emotional war ich immer links. Immerhin gehörte ich einer Partei an, welche sich für die Ideale des Volkes einsetzte; nämlich für soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung der Frau, Bildung für alle, Solidarität mit anderen Völkern, gegen Krieg, für Frieden in der Welt. Na klar geschah dies unter dem Prinzip der Diktatur des Proletariats; dem totalen „Unrechts-Prinzip“., in dem meist Parteilose die besten FDGB-Plätze bekamen, was legitim war, in der die meisten Häuslebauer parteilos waren bzw. die Mehrheit aus der Wirtschaft, der Produktion kamen und natürlich auch SED- und andere Parteimitglieder waren. Was ich schreibe ist z.B. durch eine Frau Zimmer aus dem VEB Fahrzeug und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ belegbar. Nicht war, Gabi? Ich sah und ich fühlte unter diesen Prinzipien, dass sich durchaus die Mehrheit unserer Menschen; zumindest bis in die Ende der 70iger Jahre aufgehoben fühlten. Bewusst schränke ich dies so ein, da ich „so bilde ich mir ein“ schon einen gewissen Nerv für Meinungsbilder hatte. Das keine Gesellschaft „homogen“ ist dürfte nun mittlerweile Jedem klar sein. Nicht von ungefähr verließ ich einen „Büroschreibtisch“ in den Anfang der 80iger und ging wieder sozusagen dorthin, wovon ich mich delegiert fühlte. Ganz lebendig sind mir aus dieser Zeit eben schon der eine oder andere der heutigen Zeit „sozusagen“ meiner Nachkommenschaft wie schon genannt Gabi, die frisch im Landtag angekommene Ina u.u. schon in Erinnerung. Und es fällt mir immer schwer; sie heute einer scharfen Kritik zu unterziehen. Nein; ich mache es mir nicht einfach und ich erinnere mich, dass ich in den Zeiten der „Kerzenträger“ im Suhler Steinweg, welche auf der Suche nach ominösen 1mal1mal1 Zellen im neuen Suhler Gefängnis waren, ich währenddessen beim damaligen evangelischen Kirchenchef war, ihm die Prognose zum Erstarken des „geliebten Deutschen“ stellte, wir uns über Luther, Müntzer und über die Hexenverbrennung bis Hiroshima und Nagasaki „verständnisvoll“ stritten. Lebendig sind mir die Auftritte gewisser „Persönlichkeiten“ auf dem Maidan; äh; äh; natürlich Alexanderplatz 89 von Berlin. Bei Zweien wurde es mir besonders schlecht; verstehen wohl wenige; eine, welche nie wieder Morgenapell brüllte; ok; kannte halt französische Bildungseinrichtungen und anders wo nicht. Und eine andere Persönlichkeit, welche man eigentlich als „Verführer“ bezeichnen könnte; und dies glanzvoll bis heute versteht. Und, es wird nur vage registriert, macht er ja auch portioniert. Von anderen konnte man doch nicht Anderes erwarten oder? Phantastisch dabei ist, dass von dieser „Portionierung“ jene etwas haben, welche damals treu und brav den neuen Parteiführungen in Treu und Glaube der PDS und bis heute treu in den Untergang folgen. Es ist für mich deswegen der Untergang, weil ihr die Menschen; den Wähler genauso „betreuen und verwalten werdet, wie es eine SPD „erfolgreich“ bis heute tut. Ich würde etwas drum geben, hätte ich Unrecht.
Für den Lesenden wird vielleicht deutlich, dass hier wohl Gestriges beleuchtet aber im Zusammenhang mit heutigen Erscheinungen behandelt wird. So mancher der Gestrigen spielen heute keine andere Rolle als früher: Nur heute wird dies schneller sichtbar.
Der Unterschied: selbst bleibt mir nur der Versuch euch, Ihnen zu vermitteln, dass leider aus meiner Generation eine ganze Reihe von „Funktionären“ nicht so recht angekommen sind und meinen, heute in dieser freiheitlich demokratischen Grundordnung regieren zu müssen, wo es im Grunde nichts zu regieren außer verlieren von Ansehen gibt. Wie sollte man es Besitzlosen, Arbeitslosen, Hartz-Empfänger, den vielen gescheiterten Existenzen erklären? Karl Liebknecht; Rosa Luxemburg; und viele, Andere würden es sich verbitten…….. Wofür haben sie gelitten?
Meinen Jene, welche sich an den Fetttöpfen dieser „Demokratie“ durchfressen und auch endlich vom bourgeoisen Reichtum etwas abhaben möchten, dass das Volk so blöd sein wird, ihnen ihr Verhalten so durch gehen zu lassen? Eher werden sie irgendwann noch mehr ihre Qua-Wahlstimme ganz anderen zu Teil werden lassen und wen wundert‘s??? Die ersten Anzeichen dafür haben wir und das nicht nur in unsere BRD. Jene von mir gemeinten Kreise tragen Mitschuld am Wiedererwachen des braunen Mob. Und unser Bundespräsident gibt Ihnen hierfür „Gott sei Dank“ die „maidan-sche“ Marschrichtung.
Ihr fragt, warum ich mich nicht an Merkel, Schröder oder wie auch immer abarbeite? Wenn der Hammer einen faulen Stiel hat, kann man nur mäßig das Werkzeug benutzen; oder? Ein ehemaliger Freund und treuer Gefolgsmann unseres Geheimdienstes meinte, diese hätten dazugelernt. Nein; die können gar nicht, sie leben die uralten Konzepte von Rendite, Krieg und Ausbeutung. Und dies schon seit dem Mittelalter. Lediglich haben sie die lebenserhaltenen Systeme etwas ausgebeult und sich den Wirtschaftsraum Ost eingekauft. Und wo ist da nun das Neue? Was haben wir versucht uns anzueignen? Wir haben zu wenig gelernt. Wir lassen uns kaufen und wir haben uns kolonialisieren lassen Und jetzt wundern wir uns über den desolaten zunehmend „verlinkenden“ Zustand?
Frau Merkel freut es; irgendwann trägt dieser Job einen anderen Namen; das Ergebnis bleibt gleich und sie können weiter schalten, ob hier, in der Ukraine, vielleicht bald wieder im Balkan oder sonst wo. Und die Ukraine kann der USA und ihren, unseren Handlangern zur Hebelwirkung dienen.
Und wenn meine „heutigen“ weltanschaulichen scheinbaren Nachfahren es nicht merken, dass der Oberhirte mit seinen „Weichgespülten“ an der weiteren Zersetzung hin zu dem salongeprägten Sozialdemokratismus wirkt, die amerikanischen Werte hofiert, fällt mir nur noch ein; es ist organisierter Verrat an den Grundinteressen, blanke Dummheit, Euphorie, Utopie und Reformismus. Es kann natürlich sein, dass wir schon damals in verschiedenen Parteien waren, nämlich den Neubürgerschafts-Kommunisten und den werteschaffenden Mitgliedern der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Und ich verstehe immer besser, warum die Nationalhymne der DDR nicht für ganz Deutschland taugte; weil wir versagten und nicht die Massen. Wir verspüren nicht einmal die Macht des eingesetzten Geldes, um das Aufbrechen bewussten Handelns der Masse zu beeinflussen. Nun ja; wer es bemerken kann; die Grenzen scheinen erreicht und uralte Klassenkämpfe tun sich auf. Der materielle Wert des „Ostens“ ist aufgebraucht. Der internationalisierte; jaja heute globalisierte Renditewahn wird; wenn wir ihm nicht in den Arm fallen, Früchte tragen. Das heißt Krieg.
Und wenn dies bei einem Teil von Linken nicht gesehen werden kann, ist dies Wurzel für den gegenwärtigen noch laufenden Niedergang wirklichen oppositionellen linken Einflusses. Wenn Linke sich an einzelnen „Hochrechnungsmechanismen“ berauschen ist das nur die Ergänzung des Blindheitsgrades.
Die Kritik geht vorrangig an meine Generation. Und ich will nicht mehr verstehen, warum man solche Leute zu Ministerpräsidenten mutieren läßt, welche nie; aber auch nie die Geschichte der SED, nie die DDR-Geschichte erkannten und wohl den Sinn und Hintergrund der großen Sozialistischen Oktoberrevolution von Russland nicht verstehen.
Und; schlussfolgernd für mich; ich muss dieser Organisation weder angehören, noch dieser mein Geld anvertrauen, wenn sie meine Vergangenheit als eine Zeit des Verbrechens bezeichnen lässt. Es musste gesagt werden, was gesagt werden muss. (so ähnlich reagierte mal ein Nobelpreisträger….)
Um „Links“ zu spüren, um Links zu fühlen muss man dieser Reform-Partei des Sozialdemokratismus neuester Prägung nicht angehören. Auch wenn’s mir heute noch weh tut. Ihr die Ihr den Treuschwur für diese Partei weiter leisten werdet; „Wacht auf Verdammte dieser Erde…. ; unser Geist, unser Streben gilt den Unterdrückten, den Ausgebeuteten dieser Welt. Haltet euer Versprechen: keinen Fußbreit Unterstützung für imperialistische Machtausdehnung der EU; der NATO; weg mit TTiP und ähnlichen Spielarten der Profitmaximierung gegen Menschen, ein konsequentes Nein zu dieser Annexionspolitik.
Da wir historisch durch diesen einmaligen Verrat bei den Zeiträumen von 1912 uns zurück versetzt fühlen können ist es keine Schande den kleinen Parteien mit marxistisch orientierten Programmen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Als interessante Möglichkeit habe ich entdeckt, im Rotfuchsverein gemeinsam mit Linken, Kommunisten und Sozialisten unsere Erfahrungen nicht umsonst gemacht zu haben. In unserer Verantwortung ist, den jetzigen jungen und schon reifen Generationen unsere Erfahrungen, Irrtümer und Erinnerungen nahe zu bringen.