Ja; wir hatten echte kulturelle Ansprüche

…denn wo Bildung staatlicher Anspruch war und “kommunistisch-diktatorisch” verordnet wurde, gab es auch anspruchsvolle Kunst und Kultur. Spitze für mich war für Suhl das Bild Willi Sittes an der Stadthalle der Freundschaft.

Hier jedoch ein Link mit Aussage :-)

http://http://www.freigeist-weimar.de/beitragsanzeige/es-ist-nur-das-zerrbild-eines-grossen-deutschen-kuenstlerlebens/

 

Lieber Siegfried, ich danke Dir herzlich für Deine Erlaubnis Deine Beiträge auf “Unrecht”zu veröffentlichen. In letzter Zeit musste ich öfter auch an meine Erlebnisse (nicht gleichzusetzen) zurückdenken. Es ist wohl aber oftmals einfach das Leben, welches jeder bewußt auf seine Weise in seinem Umfeld lebt. Und wer sich auch nur ein wenig mit der Idee identifizierte trug mit bei, dass wir als Gesellschaft in Verkörperung der DDR es 40 Jahre aushielten. Es hätten auch weniger sein können.

Wenn meine Leser das anders sehen ist es einmal ihr gutes Recht, aber ich würde mich über eine Responz freuen.

Hamburg; Teddy und die Linke


zuvor hier ein Auszug von Thies Gleiss  auf “Scharf Links”


DIE LINKE ist die eigentliche Wahlsiegerin mit einem Plus von 2,1 Prozent. Sie hat gut 10.000 Stimmen gegenüber der letzten Wahl hinzugewonnen – obwohl die Aussagekraft von absoluten Stimmen beim Hamburger Wahlsystem etwas relativiert wird. Die LINKE in Hamburg hat ebenso wie in anderen Landesverbänden starke Tendenzen, die parlamen- tarische Arbeit auf allen Ebenen zu wichtig zu nehmen, und die jeweiligen Vertreter darin nehmen sich zu wichtig. Aber – mit dem Vorteil eines Stadtstaates ausgestattet – war die LINKE in allen sozialen Protestbewegungen präsent:
Für die Flüchtlinge und deren Lampedusa-Solidaritätsbewegung; gegen die Bürgerre- chtseinschränkungen und die Gefahrengebiete; für die Mieter und die Bewegung „Recht auf Stadt“; gegen die Energiepolitik des Senates und für den fahrscheinlosen Nahver- kehr; in der Bewegung für eine Gemeinschaftsschule und in den betrieblichen und ge- werkschaftlichen Kämpfen, mit dem Streik bei Neupack an der Spitze.
Wer in Hamburg eine solche Politik macht, der ist fast automatisch Opposition und ener- gischer Gegner von Olaf Scholz und seiner SPD. Für die Glaubwürdigkeit und innere Ruhe der Partei ist dies sicherlich ein großer Vorteil. Insofern wurde die LINKE in Hamburg für ihre konsequente Haltung auch bei den Wahlen belohnt.
Es kommt jetzt darauf an, aus diesem Vertrauensvorschuss etwas zu machen und noch mehr zu einer bewegungsorientierten, sozialistischen Mitgliederpartei zu werden.


Ich sehe es als erfeulich an. Ist dies nicht ein Beweis dafür, dass es mit klarem Oppositionsanspruch besser geht, die Menschen eure solidarische verbunden fühlen? Man könnte nun sagen; weiter so. -mit Nichten- Gerne würde ich den Hamburgern entgegen, dass es für die Auseinandersetzung mit denen da Oben ruhig noch etwas direkter  geht. Ihr wisst, dass ihr sozusagen “Ernst Thälmanns” Erben seid. Ihr werdet Euch seines Erbes nicht schämen müssen? Sollte dieser oder jener so fühlen mag er mich gerne mal ausfragen oder auch andere. Eine Linke hat dann Erfolg, wenn sie sich ihres revolutionären Erbes der Klassenkämpfe des Proletariats von Gestern und Heute bewußt bleibt und enge solidarische Verbundenheit zwischen Kommunisten und Sozialisten pflegt. Tut sie das nicht, wird auch sie scheitern; wenn nicht heute; dann morgen. Der gegenwärtige Drang nach “Regierungsmacht” bei Teilen der Linken wird ihr die Lehren der Geschichte verdeutlichen.

 

 

wollen oder dürfen wir nicht mehr sehen???

—– Original Message —–
From: Wolfgang Kulas
To: …………
Sent: Wednesday, January 28, 2015 2:55 PM
Subject: -Danke für unser Gespräch-

Liebe ……….,
Nur mal kurz zu unserem Gespräch am 27.01.2015 auf dem Marktpaltz von Suhl;
-gut, dass auch unterschiedlich politisch interessierte “noch” zueinander finden. Die Gänsefüßchen sind in Erinnerung an die Zeit während der Nazizeit gesetzt. Tatsache bleibt für mich, dass diese “Büchse der P.. federführend durch eine CDU geöffnett und die Verantwortung in Deutschland dafür zu übernehmen hat.
Als äußerst bedenklich halte ich das Festhalten Steinmeiers, besser gesagt das Festhalten an dieser Groko von Seiten der SPD. Ich möchte mich Dir gegenüber nicht in Details verlieren, was eh keinen Zweck hat? So manches Parteimitglied egal wie “ausgerichtet” muss vor sich selber sein Eintreten für was vertreten. Für mich stellte sich die Frage mit der Entwicklung der SED zur PDS. Nun; ich habe nur einmal fast an die 100 Parteibücher von “enttäuschten” SED-lern entgegengenommen; so mancher mit Tränen in den Augen. Allein die Tränen verrieten mir den eigentlichen früh beginnenden Verrat. Vergessen habe ich auch nicht, wenn Du manchmal sagtest, dass man als parteiloser ein besserer Kommunist sein könne. Und Du solltest es auch wissen, dass es keine Revoltion sondern ein “Einsacken” dessen, was man vom ersten Tag des 7. Oktobers 1949 nicht dulden konnten.
Und jetzt haben wir heute. Heute sind wir soweit, dass wir im Fernsehen schleichend umschreiben, wer der falsche “Besatzer  nach dem Großen Sterben” war bzw. wer zu Unrecht einen Teil Deutschlands besetzte.
Du wirst vielleicht sogar ähnlich wie ich urteilen. Wenn dem so ist, musst Du etwas verändern oder es ist alles gelogen äh, nur anders ausgedrückt. Ist aber auch nicht so schlimm; ist heute gesellschaftliche anerkannte Kategorie; man sieht es bereits auch bei Linken.
Ich erinnere mich gerne an die nicht reibungslose aber doch andere Arbeitswelt des VEB Fahrzeug und Jagdwaffenwerk “Ernst Thälmann” in dem nicht nur Du und ich sondern auch eine Frau Zimmer, ein Herr Harzer, ein Bürgermeister von Suhl und so Mancher Kollegen zueinander waren und sogar in der Regel miteinander auskamen (achja; erzwungen durch das diktatorische) Vergessen darf ich auch nicht den ersten großen OB, Herrn Dr. Martin Kummer, welcher ja nachhaltig der Stadt Suhl (für die CDU) Kummer verursachte und bei uns im Betrieb halt nicht machen konnte, was im persönlich so beliebte. Unsere gemeinsame Bekanntenliste könnten wir wohl noch ganz schön erweitern. Schön, dass man sich erinnert, wer was wie mit wem sich damals und heute versteht und so tut oder vertritt. Was für ein Erlebnis

Liebe Grüße
Wolfgang

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Diese Mail schrieb ich einer sehr netten ehemaligen Kollegin. Zugern würde ich sie zu einem “elektronischen Plausch” überreden. Obwohl ich sie lieber mehr politisch an meiner Seite wüßte, respektiere ich ihre SPD-Mitgliedschaft. Immerhin zeigt sie damit, was sie vertritt. Was man von so manchem meiner Elite heute nicht mehr so genau erspühren tut. Mittlerweile sind sich ja ihr Chef und der andere sich über gewisse Fragen ab-oder nicht abgesprochen einig. Ob man eine solche Schiene und nocht mit der staatlichen Instanz der freiheitlich demokratischen Grundbildung im Rücken tun muss? Herr Gysi wußte und weiss auch heute, was er tut. Na und der Herr Ministerpräsident; ach; wen sieht er hier im Unrecht?

Na klar; auch hier bin ich; äh; ich war ja Gott sei Dank nicht die DDR :-)). Aber Mitläufer war ich nicht. Das waren ganz andere. Spitzbübisch stellte ich erst vor wenigen Tagen wieder fest, dass fast kein ehemaliger Mitarbeiter der SED Bezirksleitung Suhl sich heute zu seiner Vergangenheit bekennt. Klar gibt es Einzelne.  Da fällt mir nun auch nicht so richtig ein, welches Unrecht sich hier dahinter verbirgt. Alles in allem; in den letzten Jahren waren wir; diese SED-ler schon ein illustres Völkchen. Sonst wäre es uns so nicht passiert; zumindest hätten wir eine “geordnete” Übergabe hinbekommen. Ob da die SED so zerfallen wäre? Nein; aber gut die Hälfte hätte uns sowie verlassen. Das spührten wir doch schon weit vor dem “Schiffbruch”.

Ja klar; ein wenig kann man auch hier schmunzeln, sonst wäre fast nichts mehr zum aushalten. Apropo; die Rendite-Manipulatoren merken aber auch alles; na hoffentlich bleiben die von der Linken von Hellas etwas konsequent!!!

gestern und heute

nur verganges, vergessenes Unrecht?

Fällt Ihnen dazu noch etwas ein? Und da hat man natürlich auch vergessen, gegen wen der Unrechts-staat auf deutschem Boden beispielsweise “Unrecht” gesprochen hat.
Soviel dazu Herr Ramelow.
Entweder man ist “sattelfest” oder man will es nicht und sollte daraus frühzeitige Konsquenzen ziehen. Es gibt im menschlichen Empfinden wohl auch eine rote Linie. Meine scheint überschritten. Bemerkenswert ist schon, wie man das in Kreisen sieht, mit welchen ich mal aufs “engste” verbunden war.

aus dem “Saubermannstaat”

Ach; was waren jene, was sind jene Menschen doch im Unrecht, wenn sie heute noch der DDR die Achtung schenken, welche sie verdient. Und so fühle ich mich doch im vollsten Unrecht, wenn ich einer Frau Zimmer und einem Herr Ramelow nicht das Wort halte und das in so mancher Frage.
Damit ich mich in meiner Werschätzung nicht weiter verlaufe, lade ich Sie lieber zu einem Artikel der “Jungen Welt” ein. Sie finden Ihn unter den neben stehenden Links.