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Gegen das Vergessen

Hier mal mein Eintrag in einen elektronischen Briefkasten:
Kopie meiner Zeilen

Verehrte Damen und Herren,
nachhaltige Grüße sende ich an Herrn XXXXXXXX verbunden mit der Feststellung, dass seine Worte am 12.April 2015 auf dem Ettersberg von Weimar allen Widerstandskämpfern gegen das Naziregime, allen heutigen besonders den jungen Menschen moralisch betrachtet eine Ohrfeige für ihr Engagement war und ist.
Es tat mir in der Seele weh, wenn man auf einer Bühne der Weltöffentlichkeit möglicherweise persönliche nicht aufgearbeitete Fehden bewältigen möchte, zumal heute wieder nicht nur politisch Andersdenkende difarmiert sondern auch wieder Juden auf deutschen Straße anfeindet werden.
Es wäre geboten von Ihm; gerade als Zeitzeuge und auch seinem Alter sei Dank, hier in öffentlicher Form zumindest die Tatbestände der Selbstbefreiung Buchenwalds so darzustellen. Er kennt doch bestimmt die neue deutsche Geschichtsaufarbeitung, welche darauf abzielt, irgend wann das “Totale” Vergessen dieser Zeit erreicht zu haben.
Nutzen Sie die erstbeste Gelegheit, auch wenn dies für sie so einfach wohl nicht ist. Und wenn hätten sie dies, was sie an diesem Tag zum Ausdruck brachten, 15 Jahre früher getan hätten; wo war damals das Problem?
Ich bitte Sie darum. Über eine Reaktion von Ihnen würde ich mich freuen und diese auch gerne weiterreichen.

Leider ; aber wie erwartet; gab es bis heute keinen Kontakt. Nun; vielleicht gab es dafür eine Anregung? Da ich im Sommer sowieso nach A fahre werde ich versuchen einen persönlichen Kontakt zu bekommen

“Wir haben mit den Russen nicht’s am Hut”

In was für einem “Rechts”-Staat leben wir?

Hier darf man getrost aus der Jungen Welt lesen:

Mitglied des Deutschen Bundestags

07.02.2015

Kein Tag der Befreiung

Beitrag von Sevim Dagdelen erschienen in der Tageszeitung “junge Welt” am 7.02.2015

Wenn es ihr genehm ist, behauptet die deutsche Bundesregierung gern einmal, dass sie keine Geschichtspolitik betreiben würde. Doch wenn es konkret wird, tritt eine Geschichtspolitik zutage, die es in sich hat. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zum Gedenken an den 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus (Bundestagsdrucksache 18/3779) gibt die Bundesregierung zu, keine eigenen geschichtspolitischen Aktivitäten zu diesem Themenkomplex im Gedenkjahr 2015 zu planen.

So heißt es in der Antwort der Bundesregierung: »Im Gedenkjahr 2015 […] wird die Erinnerung sicherlich auch in den Medien und in der Öffentlichkeit wieder stärker in den Fokus treten.« Damit scheint für die Bundesregierung die Gedenkarbeit erledigt zu sein. Sie hat nämlich nichts in Eigenregie oder in Kooperation anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung geplant. Während den »Vertriebenen« in Deutschland ab diesem Jahr ein »nationaler Gedenktag« gewidmet wird (20. Juni), hat die Bundesregierung keine »entsprechende(n) Planungen«, dem 8. Mai als Tag der Befreiung auch solch eine Ehre zuteil werden zu lassen.

Konsequenterweise hat das Kabinett in Berlin auch keinerlei Interesse am 70. Jahrestag der Befreiung, und ebenso gibt es auch mit den Bundesländern keine Bemühungen um eine Organisierung bzw. Koordination von Veranstaltungen zu diesem wichtigen Datum. Doch die Geschichtsvergessenheit reicht noch weiter.

Besonders zynisch ist die Haltung der Bundesregierung zum Themenkomplex der sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg. Eine Singularität der Nazidiktatur bei der Behandlung dieser Kriegsgefangenen will sie nicht erkennen und verharmlost damit die Vernichtungsabsicht der Wehrmacht. Damit verweigert die Bundesregierung noch immer die Anerkennung sowjetischer Kriegsgefangener als Opfer besonders schweren NS-Unrechts. Gegenüber der UdSSR und ihrer Armee, die die Hauptlast bei der Niederringung des europäischen Faschismus getragen hat, ist diese Haltung eine Schande.

Konsequent ist in der Antwort der Bundesregierung auch nicht von der Befreiung vom Faschismus die Rede, sondern es wird stets die Bezeichnung »Ende des Zweiten Weltkrieges« benutzt. In diesem offiziellen Sprachgebrauch scheint eine geschichtsrevisionistische Wende auf. Denn damit fällt man hinter die berühmte Rede des kürzlich verstorbenen Bundespräsidenten Richard von Weizsäckers anlässlich des 40. Jahrestages der Befreiung im Jahr 1985 zurück. Dreißig Jahre nach diesem Schritt in die richtige Richtung des damaligen Staatsoberhauptes ist die Bundesregierung wieder bei der Geschichtspolitik der Bundesrepublik der 50er Jahre angelangt.

Ihr Schweigen zum Versuch einer Umdeutung des faschistischen Vernichtungsfeldzugs Nazideutschlands in eine sowjetische »Invasion« durch den ukrainischen Premier Jazenjuk, wie auch der Persilschein der großen Koalition für die Ehrung von Nazikollaborateuren im Baltikum und in der Ukraine, spiegelt sich in der geschichtsvergessenen Haltung Berlins zum 70. Jahrestag der Befreiung wider. Es herrscht Krieg in Europa. Geschichte wird gemacht.

Nicht nur in Germany

Kranzniederlegung am Grab des „Totengräber Südtirols“

Der Montaner Gemeinderat der Bewegung Süd-Tiroler Freiheit, Werner Thaler, übt erneut scharfe Kritik an der Kranzniederlegung durch die Rechts-Partei Unitalia von Donato Seppi am Grab des Faschisten Ettore Tolomei in Montan.

Grab vom „Totengräber Südtirols“, Ettore Tolomei – Foto: STF

Die Kranzniederlegung italienischer Nationalisten am Dienstagnachmittag sei eine offene und fortwährende Provokation gegenüber der deutschsprachigen Bevölkerung in Montan und Südtirol, die so nicht ohne weiteres hingenommen werden sollte, so Thaler. Der Kranz trug die Aufschrift: “Unitalia in ricordo di un Grande Italiano”.

„Im vergangenen Jahr war die Kranzniederlegung ausgeblieben. Es gab eine leichte Hoffnung, dass der Spuk künftig ausbleiben würde. Weit gefehlt, die Provokation gegen die deutschsprachigen Süd-Tiroler wird weiter fortgeführt“, schreibt Tahler.

„Verharmlosung der faschistischen Taten“

Mit der Kranzniederlegung werde ein Mann gewürdigt, der faschistische Hasstiraden gegen die deutschsprachige Tiroler Bevölkerung gezielt förderte und sich fanatisch für die Italianisierungsmaßnahmen für Südtirol engagierte. Das Gedankengut, das hinter solchen Aktionen sei äußerst gefährlich, so Thaler.

Gemeinderat Werner Thaler wirft der Partei Unitalia die Verharmlosung der faschistischen Taten gegenüber der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung in Süd-Tirol vor.

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Gaucks Horizonte

ein Auszug aus dem “tagesspiegel-online” vom 14.02.15

Nirgends sei Leid so stark politisch instrumentalisiert worden wie in Dresden, sagte Gauck. Die Geschichtsverfälschung habe schon während der Nazi-Herrschaft begonnen, sich in der DDR fortgesetzt „und wird selbst heute noch von einigen Unverbesserlichen weitergeführt“. Trotz der von unabhängigen Historikern festgestellten Zahl von bis zu 25 000 Opfern würden weiter „höhere Opferzahlen behauptet, um alliierte Angriffe gegen nationalsozialistische Menschheitsverbrechen aufzurechnen, deutsche Schuld also zu relativieren“. (Die vollständige Rede des Bundespräsidenten lesen Sie hier im Wortlaut)

Oberbürgermeisterin Orosz sagte im Anschluss, Gedenken und Versöhnung hätten nur dann einen Wert, „wenn wir auch für das Hier und Heute eine klare Position beziehen“. In den vergangenen Wochen sei deutlich geworden, dass es in der Gesellschaft tiefe Gräben gebe, sagte sie mit Blick auf die Pegida-Demonstrationen. „Wenn wir vereint sind im Gedenken und im Schmerz über das, was vor über 70 Jahren auf der Welt, in Europa, in Deutschland und in Dresden geschehen ist, dann müssen wir auch vereint darin sein, die Gräben in unserem Land heute zu überwinden.“

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Tja; wer stützt wen? Dürfen wir “Geschichtsverfälschern” von heute, welche denen der UNRECHT-Zeit das Atmen verbieten würde, alles durchgehen lassen?

Auf den gleichen Seiten läßt man Meinungen aus dem Pfuhl von irgendwelchen “Neudemokraten” freien Raum. “Das ist freiheitlich, demokratisch. Das ist salonfähig.” Dann Gute Nacht Dresden; Gute Nacht Europa. Jedes kleine Kind des “Unrechts-staates”, jeder nicht gelenkter Geschichtswissenschaftler Europas, jeder unabhängige demokratische Politiker wußte und weiß, dass das Bombardement von Dresden militärisch keinen Wert mehr hatte; genauso wie die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Der Amikrieg gegen Korea vergessen? Der Amikrieg gegen Vietnam vergessen? Der Amikrieg gegen den Irak vergessen? Soll mir noch mehr einfallen? Da reibt man sich aber langsam wirklich nur noch die Augen. Und ein Gysi hört zu? Ein Ramelow spricht Recht? Es scheint mittlerweile das US-Administrative Unabhängigkeits-Syndrom sein, welches wohl bald allen Politikern, Parlamentariern in Pillenform verabreicht wird, um sie für die “Zukunft” zu wappnen. Was das wohl für eine Zukunft sein soll??

Es ist zum Himmelschreien, Herr Gauck!!!

Schluß mit der Sanktionen gegenüber Russland !

RAUS AUS DER NATO