Antifaschismus – gestern wie heute die gleichen Wurzeln

Antifaschistischer Widerstand in Suhl und Umgebung

Informations- und Bildungsabend am 19. März 2015 (Rotfuchs e.V.)

Die historischen Wurzeln der Entstehung der Arbeiterbewegung und des Widerstandes gegen Kapitalismus, Faschismus und Krieg Marxistisches Herangehen an jede Erscheinungsform erfordert gründliche Analyse sowie die Aufdeckung der Ursachen. Manifest der Kommunistischen Partei: „Das Proletariat macht verschiedene Entwicklungsstufen durch. Sein Kampf gegen die Bourgeoisie beginnt mit seiner Existenz.“ Ende des 19. Jahrhunderts war der Thüringer Wald eines der Armenhäuser Deutschlands. Einige Fakten zur Erinnerung an die historische Situation aus der Sicht der Arbeiterklasse: 1871 – gab es die erste gewerkschaftliche Organisation in Suhl – seit 1856 existierte bereits das Unternehmen Simson Suhl. 1875 – entstand hier die erste sozialdemokratische Organisation, der Arbeiter aus Suhl und Goldlauter beitraten. In dieser Zeit entwickelte sich besonders die Waffenindustrie, Grundlage für die weitere Entwicklung des Proletariats und seiner Organisationen. Positiver Einfluss auf diese Entwicklung ging vom Gothaer Vereinigungsparteitag 1875 aus (SDAP von August Bebel und Wilhelm Liebknecht und der ADAV, Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein, von Ferdinand Lassalle schlossen sich zur SAP – Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands, zusammen.) Im Gothaer Programm der SAP heißt es: „In der heutigen Gesellschaft sind die Arbeitsmittel Monopole der Kapitalistenklasse; die hierdurch bedingte Abhängigkeit der Arbeiterklasse ist die Ursache des Elends und der Knechtschaft in allen Formen. Die Befreiung der Arbeit erfordert die Verwandlung der Arbeitsmittel in Allgemeingut der Gesellschaft und die genossenschaftliche Regelung der Gesamtarbeit mit gemeinnütziger Verwendung und gerechter Verteilung des Arbeitsertrages. Die Befreiung der Arbeit muss das Werk der Arbeiterklasse sein…“ 1878 – 21. 10. – aus Furcht vor revolutionären Umtrieben wurde durch den Reichstag auf Diktat von Bismark das „Gesetz gegen gemeingefährliche Bestrebungen der Sozialdemokratie“, auch Sozialistengesetz, erlassen. Das kam einem Verbot sozialdemokratischer Organisationen gleich. Bis 1890 wurde es mehrfach verlängert. Danach wurde die SAP in SPD umgewandelt. Im Suhler Raum kam es gleichzeitig zu einem Aufschwung der Arbeiter – und sozialdemokratischen Bewegung. Zu Schwerpunkten entwickelten sich Goldlauter, später Heidersbach, Albrechts und Heinrichs. Die Verschärfung der Ausbeutung und der Anstieg der Lebenshaltungskosten brachte eine Zuspitzung des Klassenkampfes mit sich. Es kam zu Hausdurchsuchungen in Goldlauter –z. B. wurde Agitationsmaterial der „Roten Feldpost“ aus der Schweiz gefunden, im Sozialistenprozess 1889 wurden 150 Antifaschisten angeklagt, auch August Bebel war darunter. 1889 – wurde auf der II. Internationale – 1. Mai zum Kampftag der Arbeiterklasse erklärt. Am 1.Mai 1890 – Suhler Arbeiter hissen auf dem Domberg eine Fahne mit dem Spruch: „Der Sozialismus geht seinen Lauf, ihn halten weder Ochs noch Esel auf.“ Um die Jahrhundertwende erreicht der Kapitalismus sein höchstes Stadium – den Imperialismus. Die Widersprüche verschärfen sich: Reaktion nach innen, Großmachtbestreben nach außen, die Gefahr eines Krieges zeichnet sich immer deutlicher ab. 17. 9. 1911 Karl Liebknecht im Henneberger Haus – „Diesem kaiserlichen System keinen Mann und keinen Groschen“. 1914 – Erster Weltkrieg, am 2. Dezember 1914 lehnte Karl Liebknecht als einziger im Reichstag die Kriegskredite ab, Verrat der SPD. 1917 löste die Große Sozialistische Oktoberrevolution einen Aufschwung der Arbeiterbewegung auch in Deutschland aus. 1918 – 30. Dez/1. Januar Gründung der KPD – entstanden aus dem Spartakusbund, der wiederum ging aus dem linken Flügel der SPD hervor. 1925 wurde Ernst Thälmann ihr Vorsitzender. 1918/19 – Entstehung der Freikorps – Rekrutierung aus ehemaligen Frontsoldaten. 1919, 15. Januar – Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. 1920 – Kampf der Suhler und Zella – Mehliser Arbeiter gegen Kapp und Lüttwitz Robert Ripperger aus Albrechts starb mit 20 Jahren. S. Gedenkstein auf dem Albrechtser Friedhof. 1920 verstärkte sich der Kampf der Reaktion gegen die linken Kräfte und die junge Sowjetmacht – Antisowjetismus auf der ganzen Linie. Protestdemonstrationen auch in Suhl „Hände weg von Sowjetrussland“. Sammlung von Spenden….. 1922, 22. Juli – erste Reichskinderkonferenz der kommunistischen Kindergruppen Deutschlands im Suhler Oberrathaussaal (2012 – wurde der 90. Jahrestag mit einer Gedenkveranstaltung begangen. Eine Broschüre: „Immer lebe die Sonne“ wurde erarbeitet (Gerhard Kummer aus Zella – Mehlis schrieb die Geschichte), Egon Krenz war eingeladen, ehemalige Pionierleiter nahmen teil – es gab keine Unterstützung von der Stadt, auch der historische Oberrathaussaal durfte nicht genutzt werden.) Das Jahr 1923 wurde zu einem Schlüsseljahr. Es bestand die Chance, Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg und der Novemberrevolution zu nutzen, aber die nationale und internationale Entwicklung beförderte die reaktionären, konservativen Kräfte. Z.B. der Machtantritt Mussolinis, dem „Duce“ 1922 in Italien oder die Einmischung der Amerikaner: Forderung eines amerikanischen Stahlindustriellen: ;We, too, need a man like Mussolini.“ (Wir brauchen auch einen Mann, wie Mussolini.) Ludwig Elm, Prof. Dr.: „Aus der Unfähigkeit der bürgerlichen Parteien, den Verlauf und die Ergebnisse des Ersten Weltkrieges in der Weimarer Republik auf demokratisch – republikanische Weise zu bewältigen, erwuchs der Weg zu den konterrevolutionären Exzessen der Nachkriegszeit, zu erneuter Rechtsentwicklung in den 20er Jahren und schließlich zur Beihilfe und Kapitulation bei der Errichtung der faschistischen Diktatur im Deutschen Reich und im Zweiten Weltkrieg.“ 1920, 24. 2. Gründung der NSDAP in München, hervorgegangen aus der DAP, ihr Vorsitzender – Adolf Hitler. 1923 – Putschversuch, durch die Reichswehr vereitelt, Hitler festgenommen, fünf Jahre Festung Landsberg, hier entstand 1925 „Mein Kampf“. Das Buch wird im Mai 2015 in Deutschland erneut herausgegeben!! Die NSDAP war nur kurz verboten. Zwischen 1925 und 1933 – schleichende Erstarkung der faschistischen Kräfte, deren Ideologie verwurzelte sich bis in die Mitte der Gesellschaft. Damit nahm der Einfluss der NSDAP ständig zu. Bsp. Suhl: Wahlen zum Reichstag am 6.11 1932: 37,1% NSDAP, 20,5% SPD, 28,5% KPD – Heidersbach = 68,8 % KPD, Goldlauter =15,8 % NSDAP, 62% KPD, Albrechts 62%. Reichstagswahl am 5.3.1933: Stadt Suhl= 46,8% NSDAP, 17,5% SPD, 25,1% KPD Goldlauter/Heidersbach 60,8 bzw.62,5% KPD, Albrechts 58%. Trotzdem blieben die o.g. Ortschaften Hochburgen der KPD und SPD. Am 23. März 1933 wurde ein erneutes Ermächtigungsgesetz verabschiedet, demagogisch genannt: „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“. Bereits am 9. März 1933 wurden die 81 Abgeordneten der KPD (Reichstag) ausgeschaltet, alle bürgerlichen Parteien – auch die SPD, schwiegen zu der Annullierung der Abgeordneten. Hindenburg, der 1925 zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt wurde, ernannte im Auftrag der Großindustriellen, Großgrundbesitzer und Banken Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. Der Reichstag übertrug Hitler mit dem Ermächtigungsgesetz die gesamte Staatsgewalt. Wenig später sicherte dieser sich mit der Zerschlagung der Gewerkschaften, dem Verbot aller demokratischen Parteien die Alleinherrschaft. Die Weimarer Republik hörte auf, zu existieren. Zu verantworten hatten das auch spätere Spitzenpolitiker der BRD, wie der erste Bundespräsident Theodor Heuss, Bundesminister Ernst Lemmer und Ritter von Lex. Der Krieg begann im Inneren, richtete sich gegen alle Andersdenkenden, gegen alle Gegner der Aufrüstung. Simson wurde arisiert, aus ihm gingen die größten 4 Waffenunternehmen hervor: Berlin – Suhler – Waffen – und Fahrzeugwerke – BSW – wurde zum Stammbetrieb der Gustloff Werke. (1800 – 6000 Mitarbeiter.), Sauer und Sohn, Heinrich Krieghoff und Haenel. KPD und SPD wurden auch im Suhler Raum in die Illegalität gezwungen. Obwohl gewählt, flogen sie einfach aus dem Stadtrat. Aufgrund ihrer bisherigen Struktur und ihren Erfahrungen konnten die Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter vielfältige Möglichkeiten illegaler Arbeit nutzen. Suhler Antifaschisten im Widerstand gegen Faschismus und Krieg In Suhl und Umgebung gab es über 250 Antifaschisten im aktiven Widerstand – vorwiegend in den Wohngebieten und Betrieben, besonders in der Rüstungsindustrie. Phasen des Widerstandes: 1933 – stark, bis 1938/39 – quantitative Abnahme, 1939/40 – neue Qualität, 1941 bis 1945 – Höhepunkt des Widerstandes, starke Zunahme vor allem nach dem Überfall des Hitlerfaschismus auf die Sowjetunion. Wer waren sie? Meistens waren es Arbeiter und Handwerker: Schlosser, Graveure, Dreher, Werkzeugmacher, Lehrenbauer, Mechaniker, Bohrer, Maurer, Polierer, Dabei auch ein Polizeileutnant, Rudolf Gerngross, ein Lotterieeinnehmer – Friedrich Heinze und ein Pfarrer – Martin Siedersleben. Weniger Bauern! Vorwiegend Kommunisten – die Anzahl kann man nicht so genau bestimmen, häufig kam ein Wechsel der Parteien vor (Z. B. Robert Gladitz – USPD, KPD bis 1927, an der Seite von Guido Heym kurzzeitig im Leninbund, 1928 – SPD, die Erklärung nach seiner Verhaftung: „Ich bin und bleibe Kommunist.“ Guido Heym: SPD, USPD, KPD, SPD.) Bei der Herausgabe der KPD – Zeitung „Der Volkswille“ erwarb sich Fritz Sattler große Verdienste. Auf Grund seiner journalistischen Fähigkeiten wurde er als Verlagsleiter eingesetzt. Da er gleichzeitig ein guter Redner war, strahlte er auf seine Genossen viel Optimismus aus. Er überstand das Zuchthaus Waldheim und die Hölle des KZ Sachsenhausen. Nach der Befreiung vom Faschismus spielte er in Suhl eine wichtige Rolle als Aktivist der ersten Stunde. Wie ging aber die DDR – Führung mit einigen Genossen um? (Leninbund, KPO, Spanienkämpfer – Alwin Günther, im Exil in der Schweiz). Wie organisierten die Widerstandskämpfer ihre Arbeit in der Illegalität? Es gab in Suhl keinen geschlossenen Widerstand unter einer einheitlichen Führung. Der Widerstand erfolgte einzeln oder in Gruppen – z. B. die Friedberggruppe. Es existierten bereits Netzwerke in Wohngebieten und Betrieben, auch nach außen in andere Städte. Treffpunkte in Stützpunkten: „Fuchsbau“, „Schuppen“, Gaststätte Linsenhof, Regenberghütte. Die Antifaschisten organisierten sich in Turn- und Gesangsvereinen. Ihre Aktivitäten: Abhören und Verbreiten von Nachrichten ausländischer Sender über den Verlauf des Krieges. Flugblätter, in „Kützen“ oder Koffern verpackt, Spendensammlungen für Angehörige inhaftierter Genossen. Besorgung und Verbreitung illegaler Materialien:. Informationen aus der Schweiz und von den Vereinten Nationen der Antihitlerkoalition. Illegale Treffpunkte in Rüstungsbetrieben. Der Slogan wurde verbreitet: viel krank feiern, langsam arbeiten, Ausschuss produzieren. Zeitschrift in Albrechts der KPD – Ortsgruppe „Der Besenbinder“ 1932, die aber 1933 schon wieder beschlagnahmt wurde. Stilllegung eines Antriebsaggregates – engte die Fertigung von Handfeuer – und Maschinenwaffen ein. Weitere Eingriffe in die Produktionsabläufe – z.B. Streik der Laufrichter im Waffenwerk, dadurch Stilllegung der Arbeit von hunderten von Arbeitern. Verbindung zu Zwangsarbeitern – Alfred „Max“ Gerngroß. Boykottierung von Naziveranstaltungen, z.B. auch das Winterhilfswerk. Gerd Kaiser: „Einen militärischen Widerstand, wie er heute Jahr um Jahr in pompös zelebrierten Schauveranstaltungen der Bundesrepublik Deutschland gefeiert wird, gab es in Suhl genau so wenig, wie einen Widerstand aus den Reihen der „gutbürgerlichen“ Mitte der Gesellschaft“. In Suhl gab es auch Unterstützung des Hitlerregimes aus diesen Kreisen, z.B. : Julius Kober, Dichter und Schriftsteller in Suhl, Unterstützer der beiden Weltkriege Die Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg interpretierte Kober als Speerwunde im Rücken, beigebracht von irgendeinem fremdrassigen Element, das der „deutschen Eiche die Axt an die Wurzel gelegt und sie zu Fall gebracht hat.“ – 1920 Den Führer sah er bereits 1924 kommen „zu allen Menschen deutschen Blutes, deutscher Art“ und „wenn wir uns durchgerungen haben zum artreinen Volk, wird Deutschland Führer sein in Europa“- Vergleich mit der Gegenwart!! 1935 dichtete er: „Wenn es zum Endkampf geht im harten Ringen, aus Blut und Boden wächst die neue Saat“ Im Nationalsozialismus sah und verwirklichte er die Lehre von Blut und Rasse. 1942: „Am Nordkap und in Afrika Wie wir den Feind auch sichten Vor Leningrad und im Kanal Wir werden ihn vernichten. Die Neuordnung erheischt von uns Viel Opfer, große Taten Drum ist jetzt unser Feld die Welt Soldaten, Kameraden Diese Texte stehen nicht im Internet. Entnommen: Gerd Kaiser „Auf Leben und Tod“ Der Verrat Ein Instrukteur der Bezirksleitung der KPD Thüringen – Erich Thieme, verriet für ab und zu eine Extraportion Wurst und Semmeln von der Gestapo für seine Spitzeldienste die eigenen Genossen. 1933/34. Er verriet z.B. Walter Molle – Waffenwerk Suhl, Lydia Orban aus Heidersbach (mit Magnus Poser verheiratet). Diese hatten Verbindung zu ihrer ursprünglichen Heimat, Jena. 200 Genossen wurden in „Schutzhaft“ genommen und nach Bad Sulza verbracht. Im Ergebnis des Verrats von Fritz Klett („Hosche“) und August Häfner gab es zwei Verhaftungswellen. September 1943 und Juni 1944. In der ersten Welle wurden 50 Antifaschisten aus dem Raum Suhl verhaftet, 1944 waren es mehr als 150. Im Vorfeld des Attentatsplanes „Walküre“ gab es im Hochsommer 1944 weitere Verhaftungen im Rahmen der Aktion „Gitter“, die Opfer kamen meist nach Buchenwald. Vor ihrem Abtransport in die Gefängnisse bzw. KZ wurden die Antifaschisten in den Garagen der Schleusingerstraße gegenüber der heutigen Polizei zusammengepfercht, die Augen wurden ihnen verbunden, mit Schlägen wurden sie auf die LKW`s getrieben und ins Landesgerichtsgefängnis Ichtershausen verbracht. „Gründe“ der Verurteilungen Sabotage, Wehrkraftzersetzung, Landfriedensbruch, Hochverrat. Das Schicksal von Reinhold Kleinlein, stellvertretend für die illegale Tätigkeit und die Qualen, die Antifaschisten erleiden mussten. Aufgeschrieben von seiner Enkeltochter, Regina Bernhardt. Auszug aus „ Aufrecht und stark“ S.79ff: „Mitglied in der SPD ab 1913, schloss er sich 1917 der oppositionellen USPD und 1920 der KPD an, war aktiver Arbeitersportler und auch im Arbeitergesangsverein. Seit 1914 wählten ihn seine Dorfgenossen immer wieder in den Gemeinderat und in den Jahren 1926 bis März 1930 war er kommunistischer Gemeindevorsteher und Bürgermeister in Heidersbach. Weil er aber gegen Faschismus und den drohenden Krieg auftrat, wurde er von der ersten Nazilandesregierung der Weimarer Republik aus dem Amt vertrieben. Der neue Bürgermeister schikanierte ihn ständig. Weil Reinhold z.B. niemals mit „Heil Hitler“ grüßte, sondern einen guten Tag entbot, drohte der Bürgermeister Siebelist: „Dem lasse ich`s schon noch beibringen. Wenn ich den habe, lasse ich einen extra Käfig bauen.“ Reinhold K. wurde arbeitslos. Berufsfremd unterhielt er einen Friseurladen und führte die Geschäfte der örtlichen Spar- und Darlehenskasse. Die dadurch ermöglichten vielfältigen und unauffälligen Kontakte erwiesen sich im Widerstand als nützlich. Neben den traditionellen engen Beziehungen zu seinen Dorfgenossen pflegte er dauerhafte Verbindungen zu Adolf Anschütz, Artur Gering sowie zu Lydia und Magnus Poser. Auch Reinhold K. fiel…..dem Verrat zum Opfer. Bei der Massenverhaftung am 3. September 1943 wurde er verhaftet und in die Landesstrafanstalt nach Ichtershausen verbracht. In der Anklageschrift beschuldigten die Richter Reinhold Kleinlein und Mitstreiter „einheitlich und fortgesetzt handelnd“ im kommunistischen Sinne gewirkt zu haben, des „Hochverrats“ und der „Wehrkraftzersetzung“; er habe „Nachrichten ..vorsätzlich verbreitet, “die sich gegen den Krieg wendeten. Durch Folterungen und Misshandlungen versprachen sich seine Peiniger den Verrat an den anderen Genossen. Er wurde straff an Händen und Füssen gefesselt, sie schlugen ihm die Zähne aus – er blieb jedoch standhaft. Man setzte den sogenannten Mitkämpfer Klett auf ihn an. Durch Verständigung untereinander bekamen die Genossen heraus: Klett war ein Spitzel der Gestapo. Bei einem Besuch der Tochter von Reinhold K. flüsterte der Vater ihr zu: “Der Klett ist unser Totengräber, sage es draußen allen Genossen“. Infolge des Verrats gab es immer mehr Verhaftungen, dabei war auch der Sohn von Reinhold K., Walter……..Im Frühjahr wurde“ Reinhold K. „nach Rudolstadt gebracht – noch strengere Haft, keine Päckchen, Besuchsverbot auf Wochen. Schwiegersohn Oswald kam von der Front auf Urlaub. Entsetzt über den Zustand seines Schwiegervaters, erreichte er durch Mut und Beharrlichkeit gewisse Hafterleichterungen. Aber es war zu spät. Reinhold Kleinlein litt auch noch an einer offenen Tuberkulose. Sein gemarterter Körper hielt die Qualen nicht mehr aus. Im Haftkrankenhaus Stadtroda verstarb er am 24. August 1944. Sehr gefasst nahm seine Frau die Nachricht auf. Endlich konnten sie ihn nicht mehr quälen…….. Der jüngste Bruder Paul fuhr nach Stadtroda…. Ihm gelang es, den Leichnam nach Suhl zu überführen. Es wurde jedoch die Bedingung gestellt, den Sarg nicht mehr zu öffnen. Davon riet Paul auch allen anderen ab. Er hatte seinen toten Bruder gesehen. Hätte dieser nicht Kennzeichen gehabt, die er kannte, wäre es ihm unmöglich gewesen, den Toten als seinen Bruder zu identifizieren. Die Trauerfeier fand mit Genehmigung in Suhl statt. Es kamen viele Nachbarn, Schul- und Sportkameraden, politische Weg- und Kampfgefährten, um Reinhold Kleinlein die letzte Ehre zu erweisen. Viele machten sich von Goldlauter – Heidersbach zu Fuß auf den Weg nach Suhl. Der Suhler Pfarrer Martin Siedersleben beschrieb den schweren Leidensweg des toten Kommunisten. Zur letzten Ruhe wurde Reinhold Kleinlein in seinem Heimatort Heidersbach gebettet. Die 14. Polytechnische Oberschule in Heidersbach trug mit ihrer Eröffnung seinen Namen….In Vorbereitung auf die Jugendweihe lernten die Teilnehmer der achten Klassen jeweils am Grab…Leben und Kampf Reinhold Kleinleins kennen und pflegten das Grab.“ Die Kommunisten und Sozialdemokraten der Friedberggruppe: Minna und Emil Recknagel, Alfred Gerngross, Rudolf Gerngross, Carl Stade, Ewald Stübler, Ernst König wurden am 5. Januar 1945 Landesgerichtshof Weimar im 20sec. Takt enthauptet. Die Mörder schreiben in ihre Protokolle noch zynisch von der „außergewöhnlichen Belastung“ der Vollstrecker. Robert Gladitz, Guido Heym, Erhard Schübel wurden am 4. April 1945 im Webicht, einem Waldstück bei Weimar erschossen. Viele sind auf den Todesmärschen nach Flossenbürg vor Erschöpfung gestorben ( Ernst Heß, Rudolf Gerngroß), oder im Gefängnis umgekommen. August Löhnert ist im Suhler Gefängnis durch „unbekannte Ursachen“ gestorben. Emil Eckstein ist im Gefängnis Ichtershausen elend verhungert. In der Mehrzahl stand Herzversagen, auch Selbstmord in den Dokumenten.. Geschichtsverfälschungen Die kontinuierliche Beschäftigung mit dem antifaschistischen Widerstand ist umso notwendiger, da dieser in Medien, in Schulbüchern, Filmen, Ausstellungen, an Erinnerungstafeln in Frage gestellt wird. Auch Bsp. Obersalzberg. Behauptungen: 1. Widerständler gegen den Faschismus hätte es nur im Bürgertum gegeben. Stauffenberg und seine Offiziere, Attentat „Walküre“ am 20. Juli 1944. Neuer Film am 20-8.2014: Georg Elsers Attentat auf Hitler am 8. Nov. 1939. Eine Bombe wurde im Münchener Bürgerbräukeller am Rednerpult zur Explosion gebracht – 13 Min. zu spät. Hitler hatte um diese Min. früher das Rednerpult verlassen. – 8 Menschen starben Heute Uraufführung der Neuverfilmung „Nackt unter Wölfen“. Aussagen von Bruno Apitz, der 9 Jahre in Buchenwald inhaftiert war, werden angezweifelt. Es war kein Dokumentarfilm und ein Roman! 2. Die Kirche soll ein Zentrum des Widerstandes gewesen sein Wir wissen aber, dass die katholische Kirche am 28. März 1933 mit der Erklärung zur Fuldaer Konferenz ihren Frieden mit dem Naziregime geschlossen hat und es seit dieser Zeit unterstützte. 3. Verfälschung des 8. und 9. Mai, dem Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus bzw. dem Tag des Sieges. Es wird nur noch vom Kriegsende gesprochen, Putin wurde nicht eingeladen zu Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Merkel sagt ihre Teilnahme an den Siegesfeiern am 9. Mai in Moskau ab. Die Selbstbefreiung der Häftlinge von Buchenwald wird ignoriert, auch im neuen Film „Nackt unter Wölfen“ und generell soll der Zweite Weltkrieg nachträglich gewonnen werden. Mit der verstärkten Propaganda: Thüringen, auch Suhl, wurde von den Amerikanern befreit – wird relativiert, dass die Sowjetunion die Hauptlast im Zweiten Weltkrieg getragen hat. Die Forderung, den 8. Mai zum Feiertag zu erklären, die wir auch als VVN/BdA ständig wiederholen, ist für die BRD nicht relevant. 4. Im Umgang mit dem Widerstand in der DDR wird uns immer wieder „Verordneter Antifaschismus“ unterstellt. Mag sein, dass das am Anfang so gewesen ist – Millionen waren ja vom Faschismus manipuliert. Aber später: Mit wie viel Überzeugung – und die wuchs mit der Arbeit – wurden Leben von antifaschistischen Widerstandskämpfern erforscht, Chroniken geschrieben und Gedenkstätten gepflegt. Bsp. 1.POS Fritz Sattler, 4. POS Fritz Köhler, 6. POS Erhard Schübel, Heidersbach Reinhold Kleinlein. Betriebskollektive, Kampfgruppen trugen Namen von Suhler Antifaschisten.. Der BRD hätte verordneter Antifaschismus ganz gut getan. Stattdessen wurde der Faschismus relativiert – Adenauer zog einen frühzeitigen Schlußstrich unter die Zeit des Faschismus. Erhalten blieben großbürgerlich – aristokratische Macht – und Sozialstrukturen, Moralnormen sowie militaristische und monarchistische Traditionen und Vorstellungen. Die Entnazifizierung wurde in der BRD ein Fremdwort. Als Opfer wurden nur Vertriebene, Bombengeschädigte, Hinterbliebene, Kriegsgefangene und Internierte bezeichnet. Der Konservatismus in der BRD Bsp. für den Beweis o.g. Thesen: – Dem ersten Bundestag haben 53 Abgeordnete= 13% angehört. – 21 Minister und Staatssekretäre, -100 Generale und Admirale der Bundeswehr -828 hohe Justizbeamte -245 leitende Beamte des Auswärtigen Amtes und des Verfassungsschutzes hatten eine braune Vergangenheit. Besonders hohe Funktionen hatten die Nazigrößen: Globke, Filbinger, Dregger, Seebohm, Oberländer. Sie bildeten den rechtsextremen Flügel der CDU: Ein Beispiel, das für viele steht: Der ehemalige SS – Obergruppenführer Best, unter Himmler leitend im Sicherheitsdienst, in der Gestapo und bei der Judenverfolgung in Dänemark tätig, wurde in Kopenhagen zum Tode verurteilt, jedoch 1951 in die BRD entlassen. Er wurde Rechtsberater der FDP in NRW, Justitiar bei der Hugo Stinnes Industrie – und Handels GmbH sowie Berater des Bundes Deutscher Polizeibeamter. Ehrungen von ehemaligen Nazifunktionären und die Einstellung von Ermittlungsverfahren: -Walter Linse, Jurist – 1939 Arisierungsbeauftragter der Industrie – und Handelskammer Chemnitz. Ein Walter Linse Preis, dotiert mit 5000.-€, soll an Personen vergeben werden, die sich mit der „kommunistischen Diktatur“ kritisch auseinandersetzten. -Josef Scheungräber, in Italien wegen Beteiligung an einem Massaker an Zivilisten zu „lebenslänglich“ verurteilt, erhielt seit 1958 – Nachzahlung bis 1950 – eine beachtliche Pension zugesprochen, auch von einem ehemaligen Nazijuristen. -NS – Verkehrsminister Julius Dorpmüller beteiligte sich an Deportationen s. Zug der Erinnerungen. Bis in die 80er Jahre wurde er geehrt – Namensverleihungen fanden statt. -Walter Stier, zuständig für Sondertransporte in der NS – Zeit wurde in der BRD Amtsrat bei der Bundesbahn in Frankfurt am Main. -Jüngstes Beispiel: ein 93Jähriger, mitverantwortlich für die Ermordung von 170.000 Zivilisten soll jetzt erst einen Prozess bekommen. Das ist lächerlich. Alles in allem wurden 1945 verurteilte Großindustrielle sehr schnell aus der Haft entlassen und in Amt und Würden eingesetzt. Alle oben angeführten Personen rekrutierten Nachfolger entsprechend ihrer Gesinnung; diese finanzieren bis heute Neonazis. Der Umgang in Suhl mit Zeugnissen des antifaschistischen Widerstandes Am Umgang mit antifaschistischen Zeugnissen der Vergangenheit lässt sich auch die Haltung von Teilen der Gesellschaft zum Neofaschismus und den Weltkriegen erklären. Beispiele: Auf dem Hauptfriedhof in Suhl gab es eine Grab – und Gedenkstätte für Robert Gladitz und Adolf Anschütz sowie deren Ehefrauen. Die war vollkommen in Ordnung, wurde aber 1990 eingeebnet. Begründung: Die Zeit sei verstrichen. Aber: Die Soldatengräber in unmittelbarer Nähe werden bis heute gehegt und gepflegt. Auf dem Friedhof in Heidersbach wurde der antifaschistische Widerstand verfälscht, indem der Gedenkstein mit der eindeutigen Aussage: „Von den Nazis eigekerkert – von den Schergen gefoltert und zu Tode gequält“ im Zeichen der „Wende“ abmontiert wurde. Als Ersatz steht seitdem auf dem Stein die nichtssagende Aufschrift: „Den Opfern der Gewaltherrschaft.“ Die Gedenktafeln am Henneberger Haus, wo Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht 1911/12, später auch Ernst Thälmann zu den Suhler Arbeitern sprachen, wurden entferntt und verschwanden. Das Relief für Erhard Schübel an der Schule in Neundorf wurde noch am selben Tag der Demontage gestohlen. So erging es auch der Tafel am ehemaligen Kotaktkaufhaus zum Gedenken an eine Ansprache von Wilhelm Pieck. Die Reliefs des Suhler Bildhauers Ulrich Bühling zur Niederschlagung des Kapp – Putsches, eine Steintafel zur Reichskinderkonferenz, fanden wir in einem Abstellraum des Alten Rathauses. Zum l. gen. Ereignis schuf der Albrechtser Bildhauer Jürgen Conrad eine Plastikgruppe, die von der Stadt erworben, aber achtlos in den Heizungskeller des Alten Rathauses geworfen und beschädigt wurde. Dieser Bildhauer schuf noch 1989 für den Spanienkämpfer und Widerständler Wilhelm Holland, eine Stele mit einem Relief, aufgestellt im Gelände des Aschenhofes in Albrechts, dessen Heimatort. Unbekannte haben sie ein Jahr später bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Zu den bisher geschilderten Tätlichkeiten, die um ein Vielfaches erweitert werden können, ist die Polizei nie aktiv geworden. Einer der bedeutendsten Bildhauer unserer Stadt, Erich Wurzer, hat neben dem antifaschistischen Monument, das heute dezimiert im Stadtpark steht, eine große Anzahl von Büsten von Arbeiterführern, hauptsachlich für Schulen, Betriebe und Einrichtungen geschaffen. Bis auf einzelne sind sie nicht mehr auffindbar. Aktivitäten der Basisgruppe der VVN/BdA Südthüringen Aus persönlicher Sicht – Im Beschluss – für 2015 steht der 8.Mai 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus im Mittelpunkt – Stolpersteine wurden auch für Antifaschisten in Suhl verlegt, bisher sind es 13. Umfangreiche Recherchen in Archiven und Wohngebieten wurden dafür etwa vor 10 Jahren begonnen. Eine der letzten größeren Projekte war ein Faltblatt „Stolpersteine in Suhl/Thüringen“, in dem auf einer Karte 52 Stolpersteine von jüdischen Bürgern und Antifaschisten eingetragen sind. Unterstützt wurden wir vom „Bündnis für Demokratie, Toleranz – gegen Rechtsextremismus mit 1000.-€….. -Jahrelange und regelmäßige Pflege der Gedenkstätte für Erhard Schübel, Gottlieb Heß und Ernst König auf dem Friedhof in Heinrichs. -jährliche Gedenkveranstaltungen in Heinrichs, und am Gedenkstein für die Friedberggruppe. -Artikel mit antifaschistischem Inhalt für die SAZ, UNZ, den Rotfuchs, das Freie Wort, – In der SAZ werden monatlich Gedenken an runde Geburtstage und Todestage der antifaschistischen Widerstandskämpfer veröffentlicht. – Über ein Jahr haben wir am Buch „Aufrecht und stark“….gearbeitet. Heute, genau vor 4 Jahren stellten wir es auf der Buchmesse in Leipzig vor. Am 4.April fand in Suhl die Buchpremiere statt. Inzwischen ist das Buch neben Suhl in viele Städte Deutschlands gelangt, über interessierte Bürger, die in ihren Heimatorten dafür wirken wollen, die antifaschistischen Widerstandskämpfer dem Vergessen zu entreißen. Städte: Berlin, Wismar, Weimar, München, Leipzig, Marburg, Sonneberg, Hildburghausen, auch Ceske Budejovice.. Auch hier erhielten wir von der Stadt keine Unterstützung. Anlässlich des 100sten Geburtstages des Suhler Bildhauers Erich Wurzer, der viele antifaschistische Werke schuf, wurde ihm zu Ehren ein Relief in der Friedrich – König – Straße in Suhl angebracht (Gewo). Geschaffen wurde es vom Albrechtser Bildhauer Jürgen Conrad. Dank vieler Spenden von alteingesessenen Firmen und Geschäftsleuten, konnte der Guss des Reliefs finanziert werden. Keine Unterstützung erhielten wir von der Stadt – der Blidhauer war für sie „umstritten“. Er war Gründungsmitglied des „Verbandes bildender Künstler“ in Suhl. -Ausstellungen: z.B. Gewalt von Neonazis in Deutschland – Arbeit und Seminare mit Schülern -Die Ausstellung: Neonazismus in Deutschland, wurde von der Suhler CDU boykottiert, war aber ein großer Erfolg. -Jährliche Teilnahme am Tag der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald -Mitgliedschaft und aktive Beteiligung am Bündnis für Demokratie, Toleranz – gegen Rechtsextremismus. -Ermittlung und Sicherstellung von antifaschistischen Arbeiten, Dokumenten… für die Archive – Problem: die Fertigstellung des Stadtarchivs im Haus der Geschichte. Gibt es überhaupt noch eine Chance? Auseinandersetzung mit Neonazismus in Thüringen, bes. in Suhl Teilnahme an den Demos NOSÜGIDA. Bei SÜGIDA sind vorwiegend Neonazis am Werk. Tommy Frenk, BZH – Bündnis Zukunft Hildburghausen Yvonne Wieland, Bernardy – war der Stellv. Vors. AfD von Suhl, nazistische Hetzreden, die AfD trennte sich von ihm. Kriminalisierung von Ängsten von Menschen vor sozialem Abstieg. Es entwickelt sich ein Potential für eine Massenbewegung im Zeichen vom Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Deutschtümelei. Priorität hat auch hier der Antikommunismus – da hat sich sei t dem Manifest der Kommunistischen Partei, mit dem er entstanden ist, nichts geändert. Früher waren es die Juden, heute sind es die Islamisten, früher brannten Synagogen, heute Asylantenheime; früher wurden Bücher verbrannt, heute landen tausende von Büchern auf dem Müll. Das Feindbild ist hausgemacht. Die Dschihadisten und gewaltbereiten Islamisten wurden von den USA und ihren Verbündeten zu dem gemacht, was sie jetzt sind. Und nun? „Wir haben eine terroristische Gefahr mehr, die es zu bekämpfen gilt. Sagt die NATO. Eine Europaarmee muss her, denn „ der Hauptfeind ist Putin“, sagt die NATO. Europa steht wieder am Rande eines Krieges, und der würde der letzte sein, denn über allem schwebt die Atombombe. Aber zurück zu SÜGIDA und NOSÜGIDA: Wie weiter? Ludwig ELM: “Unbewältigte Hinterlassenschaften und erhebliche Kontinuitäten wirken bis in die Gegenwart und absehbare Zukunft fort. Sie bedürfen historischer Analysen als Lehrstücke im zeitgenössischen Kampf gegen die unverändert aggressiven und volksfeindlichen Wesenszüge des kapitalistischen Weltsystems und seiner Machtzentralen.“ Die Pegidabewegung ist nicht am Ende. Für uns heißt das: Entwicklung einer außerparlamentarischen Massenbewegung aller linken Kräfte. Die Nazis mit ihren eigenen Waffen schlagen . Rotfuchs vorletzte Ausgabe, Klaus Steiniger: „Wehret den Anfängen – ist zu spät Unsere Losung muss sein: Keinen Fußbreit den Faschisten“: Der Schwur von Buchenwald ist noch nicht erfüllt: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln Ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit Ist unser Ziel“.

Quellenverzeichnis: Gerd Kaiser: Auf Leben und Tod Ludwig Elm: Der deutsche Konservatismus Gerd Kaiser :Aufrecht und stark. Frauen und Männer von Suhl und Umgebung im Widerstand gegen Faschismus und Krieg Suhler Zeitzeugnisse. Stadtverwaltung 1997 Ludwig Elm: 1914 – 1932/33 – 1949 Parteien im Bündnis der deutschen Rechten Fakten zur Geschichte der örtlichen Arbeiterbewegung im Bezirk Suhl, BL Suhl der SED Suhl, den 19.

März 2015 Dagmar Schmidt Mitglied des Vorstandes der Basisgruppe Der VVN/BdA Südthüringen