Alles Geschichte?

in Memoriam meiner SED-Mitgliedschaft

Klingt komisch. Das soll es auch – zumindest ein wenig. Oftmals frage ich mich, wie andere Meinesgleichen sich im Nachdenken unseres unrechten Tuns fühlen. Nach nunmehr über 25 Jahren; also einem viertel Jahrhundert sollte man schon mit Abstand über Anstand, Unvermögen, Karrierismus, Verblödung, Feigheit, Offenheit, Ehrlichkeit, und auch Verrat reden können. Heutige Kreise außerhalb unseres ehemaligen politischen Hauses sehen dies mit Berechtigung locker und manche sahen in uns sowieso schon immer die Inkarnation des Bösen. Na und diese Kreise gab es wie uns allen bekannt früher wie heute zu Hauf.
Als ich 1967 in diese Partei eintrat hatte ich ein gutes; ja ein sehr gutes Gefühl. Ja; ich war umgeben von nicht wenigen gleichgesinnten Kollegen und es gab nicht wenige Momente von öffentlichen Wahrnehmungen, welche uns immer zu denken gaben. Heute schmunzelt man darüber, dass einmal eine FDJ-garde „West-tv-antennen“ umsägte. Klar; das gab es und warum auch nicht. Dabei war selbst diesem oder jenem schon klar, dass damit dem eigentlichen Sinn man nicht beikam. Worin lag der Sinn? Worin war beispielsweise der Sinn, den sozialistischen Wettbewerb zu entfachen? Wo war der Sinn für den Bau neuer Kulturstätten? Worin lag der Sinn von vielen neuen Bildungseinrichtungen? Worin lag der Sinn, uns mit dem Solidaritätsgedanken zu Cuba; zu vielen afrikanischen Staaten zu bekennen? Worin lag der Sinn, dass es eine Nationale Volksarmee gab? Wo war der Sinn dessen, was uns fundamental vom anderen Teil Deutschlands so unterschied? Und alles entstand in Parallelität dem diametral gegenüberliegenden anderen Deutschland.
Na klar höre ich Stimmen von ehemaligen Kollegen, aus denen nicht zu allem wehende Zustimmung sich fand. Es gab schon, so wie ich es verspürte, eigentümlicher Weise mehr kritische Stimmen und wachsende Unzufriedenheit erst nach dem die Parteiführung mehr Wohlstand; mehr Lebensqualität verkündete. Selbst sind mir diese Entwicklungen besonders deutlich geworden, als ich mich mal zeitweise für politisches Wirken gehaltsmäßig entlohnen ließ. Nein; es gab für mich kein Einknicken in meiner Haltung, auch wenn ich Funktionären wissen ließ, dass ich gewisse Erscheinungen nicht mittrage. Was ich allerdings auch noch deutlicher empfand war eine gewisse beginnende innerliche Erosion in der SED. Na und dies konnte wohl auch nur darauf hindeuten, dass es allgemeine Unzufriedenheit nicht nur außerhalb sondern auch in der SED gab. Die Entwicklungen in Europa und der Welt konnten nicht an uns spurlos vorüber gehen. Den viel zitierten eisernen Vorhang hat es nie richtig gegeben. Gibt es doch diesen selbst heute zu Nordkorea ebenso wenig wie die USA sich gar nicht wirklich heute gegen Cuba sträuben. Wenn man es wissen wollte; als SED-ler konnte man sich diese Antworten alle selber geben; sofern; ja sofern man mit Leib und Seele von den Ideen eingenommen war, was uns wirklich ausmachte. Viel gepriesen wurden unsere politischen ideologischen festen Positionen. Der historische und dialektische Materialismus als Kern der wissenschaftlichen Weltanschauung wurde schon ganz gern bei Bedarf auch mal etwas zu recht gebogen. Schon 1978-79 gab es für mich an konkreten Erinnerungen; sichtbare Beispiele dafür, wie die materielle, machtpolitische persönliche Haltung sogenannter Kommunisten uns jeden Tag, Tag für Tag dem eigentlichen Anspruch schadeten. Erinnerungswürdig für mich sind persönlich einige Beispiele von Funktionären in Wirtschaft wie auch der SED in verschiedensten Ebenen. Mit nicht wenigen von Ihnen geht man ja nun im Alltag auch heute miteinander um. Einzelnen nehme ich lediglich krumm, das sie in ihrem persönliche Wesen wankend je nach dem Wetterhahn die Fahne immer im Wind weiterhin sichtbar für jedermann gesinnungslos sich behaupten. So und nicht mehr und auch nicht weniger sieht es auch im westlichen Teil eines „Saubermann-Staates“ wohl aus, der vom ersten Tag seines Bestehens seine politische Bestimmung wie es meine Republik hatte.
Und da kommt einer daher und profiliert sich auf Kosten meiner „unrechten Lebensweise“, um ein Ministergehalt zu kassieren von einer Gesellschaft, welche Faschismus; Ausbeutung, Kolonialisierung, Kreuzigung der sogenannten Meinungsfreiheit und einer Kriegspolitik den Hofstaat macht? Und das wird aus der obersten Riege meiner Nachfahrenschaft auch noch gepriesen?
Und solche meinen, mir nachsagen zu können; ich hätte Unrecht getan?
Nein; verehrter Kollege; so einfach ist das nicht mit allen zu machen! Zwar lassen sich genügend linke Kräfte von solchen Reformisten vereinnahmen und meinen, es wäre ja alles halb so wild. Man könne ja etwas relativieren. Wie schon in der Geschichte der Arbeiterklasse und arbeitenden Massen hat sich gezeigt, dass sich nicht alle für eine solche Entwicklung verbiegen werden. Namen von Persönlichkeiten sind jenen bestens bekannt und schmücken sich auch noch mit Ihnen.
Ich sehe ja ein, dass mit Theater-Auftritten einigen ein gut dotierter Job besorgt werden kann. Dem historischem Erbe des Kampfes der Massen um ein in Frieden und Freundschaft geführten Lebens der Völker (oder Regionen) werden Sie mit Ihrem Wirken höchstens insofern gerecht, dass sie sich den bekannten politischen Kreisen nähern, welche schon 1933 den Futtertrog vorzogen, Stiefel trugen und ansonsten bis heute dem Grundübel die Stange halten.
Ein Blick zurück in die jüngere Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung wird noch gestattet?
Bekanntlich machte die SED von Anfang einen gemeinsam gewollten Spagat. Ob man es nun war haben möchte oder nicht. Und so hat sich damals etwas zusammengetan, was eigentlich zusammen gehörte (ja; ja; gewisse Wortfloskeln sind frei verwendbar). Vielleicht gehörte es wohl doch nicht in der Weise zusammen? Aus den heutigen Entwicklungen kommt eine unbequeme Überlegung daher und es sei die Frage erlaubt, ob historisch die Vereinigung von SPD und KPD damals tatsächlich die alleinige Möglichkeit für einen Erfolg gewesen sei und so auch heute in einer seltsamen Symbiose versucht wird, dies fortzuführen. Die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Das relative spannungsfreie Agieren einer 3.Millionen-Mitgliederpartei über 4 Jahrzehnte funktionierte nur im Wissen der Sicherheit von außen. Wissende wissen, in welchem Zusammenhang ich dies meine. Einer gewissen Logik kann man sich fast nicht entziehen, ist die arbeitende Masse doch keine homogene. Erste Ansätze machen mich hoffnungsvoll, scheint sich irgendwann Spreu von Weizen doch zu trennen. Nein; das Argument von Spaltung hat sich längst mit dem selbstgewählten Weg erübrigt und man sollte nun nicht schmollen. Selbst Gegner des Fortschritts propagieren; Einheitsgebräu verschiedenster Strömungen in einer Partei läuft nicht gut. Es besteht eine sehr gute Chance, dass sich eine Partei „Die Linke“ mit der DKP gut vertragen könnte, wenn; ja wenn ……. Tun wir etwas dafür, anstatt sie den Spezialdemokraten zu überlassen. Ansätze sind lebendig erkennbar. Na klar; auch Gysi will mehr regieren, statt opponieren. Weil; das mit dem Mist kennen Sie ja.
Immerhin; die Deutsche Demokratische Republik erreichte 40 Jahre. Es hätten auch weitaus weniger sein können. Und es hätte sie in dieser Form nie gegeben, hätten jene (die gleichen heute) nicht den ersten und den zweiten großen Krieg angezettelt. Nun so darf man ihr historisch schon eine Träne nachweinen; wiederhaben möchte ich sie aber nun in der Form auch nicht; aber in neuer Qualität für ganz Deutschland und darüber hinaus.
Es gilt denen entschieden entgegen zu treten, welche den sozialen Unfrieden zwischen den Völkern täglich sähen und den Krieg wieder als Mittel zum Zweck, Lösung von Krisen wie wiederum in der erneuten Neuaufteilung von Ressourcen betrachten.

Bei voller Ernsthaftigkeit in der Wahrnehmung solcher Entwicklungen bliebe wenig Zeit zum Regieren in dieser Republik; nicht wahr Genossen!

…nicht nur lesen; denken im Zusammenhang

Lieber Professor; Du machst es uns als Leser nicht leicht. Warum solltest Du auch? Wenn man Kant, Hegel, Feuerbach, Marx, Engels Lenin verdauen will, gehört auch Wille und Geduld dazu. Die Erkenntnisse aber sind dann mindest ebensoviel wert wie das zweite Gehalt in einer Ehe, um frei seine Gedanken äußern zu können; wie Engels ja schon fetstellte. :-)

Danke für Deine Erlaubnis, den Beitrag voll übernehmen zu können.

Armut? Armut fällt vom Himmel. Teil III

2015-03-10 21:55 (Kommentare: 1)

Sozialhilfe Bedürftige und „Harzt IV“−Empfänger auch?

Wer weiß genau, warum ein Armer arm ist? Ich ahne es. Aber doch stelle ich die Frage: Warum ist ein Armer arm? Ich habe lange begonnen, nach einer Antwort zu suchen. Ich finde jedoch keine befriedigende Antwort. Falsch. Ich finde überhaupt keine Antwort. Diese Frage wird so nicht gestellt. Also gibt es keine Antwort. Nicht einmal im „Buch der Bücher“. Warum sind die Armen arm?

 

Nach dem „Buch der Bücher“, also nach dem Neuen Testament, sind die Christen Christenmenschen geworden zu einer Zeit der Menschheitsgeschichte, in der Ungleichheit der Menschen untereinander bereits überliefert ist. Sie haben die Armen schon vorgefunden. Die Christen sind, wie unstrittig bekannt ist, Ableger der Juden. Erklären die Juden, warum ein Armer arm ist?

 

Bei dieser Suche stolpere ich unerwartet. Das „Buch der Bücher“, das neue Testament also, setzt ja ein altes Testament voraus. Ein altes Testament gibt es aber nicht. Das von den Christenmenschen so genannte Alte Testament ist eigentlich der jüdische „Tanach“. Die Juden haben kein Testament. Das „Buch der Bücher“, das Neue Testament also, ist ein Plagiat. Der „Koran“ ist ebenfalls ein Plagiat.

 

Aber alles der Reihe nach. Die Geschichte der Menschheit ist alt. Zehntausende von Jahren. Vor ca. 6000 Jahren behauptet ein einzelner Mensch, der „Gott“, der Allmächtige, sei ihm erschienen, um ihm seine Pflichten zu „offenbaren“. Pflichten für die gesamte Menschheit. Kein anderer hat diesen allmächtigen „Gott“ gekannt. Keiner hat diesen Menschen gefragt, warum der „Gott“, der Allmächtige, sich nur ihm „offenbart“ hat.

 

Man mußte ihm glauben. Man mußte auch an seinen „Gott“, den Allmächtigen, glauben. Keiner hat ihn gefragt, warum sein allmächtiger „Gott“ sich nicht allen seiner Gemeinschaft „offenbart“ hat. Man hat ihm geglaubt. Dies ist die Geburtsstunde der „Religion“. Die Geburtsstunde der jüdischen „Religion“. Die Juden leiten aus dem Glauben an dieser Erzählung ihren Anspruch, „auserwählte“ Menschen einer Glaubensgemeinschaft zu sein. Dieser Anspruch hat die Juden gebremst, ihren Glauben zu propagieren, zu missionieren. Wenn alle an diesen Gott glauben würden, wären die Juden ja keine auserwählte Glaubensgemeinschaft mehr.

 

Dieser besondere Mensch soll vor ca. 6000 Jahren in Ägypten, im Hofe des ägyptischen „Pharao“ gelebt haben. Die Tochter des „Pharao“ soll ihn am Ufer des Nils gefunden haben, ausgesetzt nach seiner Geburt. Sie adoptiert ihn und gibt diesem, ihrem Adoptivsohn, den Namen Moses. Woher wir all dies wissen? Der Moses selbst hat es uns erzählt. Und vieles mehr. In seinen Büchern.

 

Im erwachsenen Alter verläßt er den Hof des ägyptischen „Pharao“. Er solle einen Teil der ägyptischen Sklaven in die „Freiheit“ führen. Er sei von seinem „Gott“, dem Allmächtigen“, beauftragt worden, diese bestimmten Auswahl der ägyptischen Sklaven von Ägypten in das Kanaanische Land zu führen. Es dauert vierzig Jahren. Unterwegs erfährt er die endgültige „Offenbarung“. So hat es Moses uns erzählt.

 

Unerwähnt und unerzählt bleibt der unvermeidbarer Tatbestand, daß eine solche Reise stets mit Gewalt und Verdrängung von anderen verbunden ist. Der Überlebenskampf. Wie diese Sklaven aus Ägypten, unterwegs in Richtung zum Kanaanischen Land, zu Juden mutieren und „Israeliten“ werden, hat Moses in seinen fünf Büchern überliefert. Man muß daran glauben. Für den menschlichen Verstand sind die Geschichten, wie von Moses erzählt, nicht nachvollziehbar. Noch weniger sind es die Geschichten über ihn. Aber die Juden, die von Moses befreiten ägyptischen Sklaven, haben ihm geglaubt. Dieser Glaube soll die Juden zu „auserwählten“ Menschen gemacht haben.

 

Adam und Eva, der Sündenfall, Abraham, Noah als „der zehnte Urvater nach Adam, Noahs Arche, kurz die „biblische“ Chronologie, möchte ich nicht kommentieren. Der Moses ist der einzige Erzähler dieser vielen Geschichten, Mythen und Märchen. Nach Belegen werde ich auch nicht fragen. Auch nicht, wie der Moses selbst überliefert worden ist, wie jene fünf Bücher des Moses überliefert worden sind.

*****

 

An sich ist das Ganze eine unterhaltsame regionale Stammesgeschichte, die für die übrige Menschheit an sich ohne Bedeutung ist. Aber der Moses ist nicht nur ein Geschichtenerzähler, er hat auch für sich die Gnade seines „Gottes“, die „Offenbarung“ der wahren Wahrheit reklamiert. Nachweislich mit Erfolg. Dieser Erfolg ist eine Zäsur in der Geschichte der Menschheit. Diese Zäsur markiert den Beginn des Glaubens an einen „Gott“ überhaupt. Ein „Gott“, dem man nicht begegnet, niemals. An den „Gott“ muß man glauben. Sagt der Moses. Denn der „Gott“ habe sich ihm offenbart.

 

Alle übrigen Menschen, die an diesen seinen „Gott“, den Allmächtigen, nicht glauben wollen, sind als Menschen weniger wert. Diese Zäsur markiert das Ende des Fragens, des Wissen−Wollens. Wer wissen will, ob an der „Offenbarung“ des Moses etwas Wahres dran ist, muß fortan daran glauben. Nicht durch eine Ungnade seines „Gottes“, sondern durch die gewaltsame Ungnade des gläubigen Gefolge Moses, des vom „Gott“ auserwählten besonderen Menschen, der dem „Gott“ am nächsten ist. Der „Gott“ hat sich niemande sonst offenbart.

 

Es hat den Anschein, daß sich das gläubige Gefolge Moses in der kleinen Region zwischen dem Zweistromland und Ägypten auswütet. Die Jünger von Moses wollen sich in Mitten von all jenen, vom Gott nicht−auserwählten Menschen, behaupten. Die anderen nehmen dem gläubigen Gefolge Moses diese Glaubensgeschichte nicht ab. „Kriege“ folgen. Kriege bedeuten immer Raub. Die von Moses gestiftete „Religion“ ist nie friedfertig gewesen. Eine „Religion“ kann nie friedfertig sein. Wenn man an „Gott“ glaubt, muß man Ihn in die Welt tragen. Die vom Moses geführten Juden haben das Kanaanische Land eine Zeit lang besetzt halten können. Bis die ungläubigen Römer kommen.

 

Kriege werden stets geführt von Rädelsführern und von Haudegen, von „Königen“ und deren „Gefolgschaft“. Sichtbarer Ausdruck ungleicher Verteilung der gesellschaftlich produzierten Güter. Diese Regionalgeschichte der jüdischen Stammes− und Religionsgeschichte ist angefüllt von Gewalt, Kriegen und Eroberungen. Eroberungen sind stets von Raub, Mord, Besatzung, Unterdrückung und Vertreibung begleitet. Aus der Natur der Sache heraus.

 

Im Verlaufe der Zeit, eine nachvollziehbare Chronologie ist nicht überliefert, hat der Glaube an den herrschenden Bewahrer des jüdischen „Glaubens“ gewackelt. Etwa 100 Jahre vor der „Zeitenwende“ erscheinen ungläubige Römer auf der Eroberungs−Szene und machen vieles platt, auch in dieser Region. Mit Gewalt, versteht sich. Bis zur „Zeitenwende“, markiert durch die Geburt Jesus Christus.

 

Ein Jesus von Nazaret wird von einem Teil der jüdischen Religionsgemeinschaft als „Sohn Gottes“ auf den Schild gehoben. Dieser Jesus Christus und sein Gefolge, glauben zwar an Moses als einen „Propheten“ und an seine Bücher, setzen sich aber von den übrigen Juden ab. Dieser Jesus Christus hat keine „Offenbarung“ vom „Gott“. Er benötigt keine „Offenbarung“ vom „Gott“. Weil er ja „der Sohn Gottes“ auf der Erde sein soll.

 

Dieser Vorgang der Abnabelung vom jüdischen Glauben zum christlichen Glauben in einem Umfeld von „ungläubigen“ Römern vollzieht sich mit Gewalt. Aus der Natur der Sache heraus. Gewalt hat viele Gesichter: Benachteiligung, Unterdrückung, Vergewaltigung, Raub, Mord, Ausbeutung. Dies ist die Entstehungsstunde des Christentums, begleitet mit der überlieferten Ungleichheit. Diese Glaubensgeschichte ist immer noch regional.

 

Ca. 700 Jahre nach Christus ist östlich der Entstehungsregion dieser zwei Religionen eine dritte Religion entstanden. Der Islam. Auch der Islam beruft sich auf die Bücher Moses und glaubt daran. Er erkennt den Moses und den Christus als Propheten an, wie auch den Stifter des Islams, den Mohamed, eben den spät geborenen Propheten. Auch die Stiftung und die Durchsetzung des Islams sind begleitet von Plagiaten, Gewalt, Kriegen und Eroberungen. Und, wie gesagt, die Eroberungen sind stets begleitet von Raub, Mord, Besatzung, Unterdrückung und Vertreibung. Dies haben die „Religionen“ gemeinsam.

 

Später im 19. Jahrhundert werden die „Anthropologen“ Rassen von Menschen erfinden. Nach der Anthropologie sind diese drei Religionen „semitisch“. Es steht außer Zweifel, daß die drei semitischen Religionen sich bekämpft haben, um die Herrschaft des wahren Gottes auf der Erde zu errichten. Aber für den menschlichen Verstand ist es nicht nachvollziehbar, wie Kämpfe der „Semiten“ untereinander, „antisemitisch“ sein können. Aber die „Zionistischen Juden“ im 20. Jahrhundert haben das „Semitsein“ für sich monopolisiert. Damit ist eine der wirksamsten Waffen geschmiedet gegen jede Kritik über die Untaten der Juden im Allgemeinen. Jede Kritik über die Untaten gegen den „jüdischen Staat Israel“ im Besonderen wird bis heute als „antisemtisch“, also als “rassistischer Hass“ gegen die jüdische Religionsgemeinschaft insgesamt, abgewehrt.

 

Diese Geschichte der gewaltsamen Ausbreitung der Religionen ist nicht mehr regional. Die Juden sind vergleichsweise wenige und schwach. Es ist nicht überliefert, wie viele sie gewesen sind. Eigentlich spielt „eine Zahl“ keine Rolle. Es mögen Hunderte oder Tausende gewesen sein. Heute leben ca. 14 Millionen Menschen, die sich Juden nennen. Ohne das Massaker durch europäische Christen, vertreten durch die „Nationalsozialisten“ im 20. Jahrhundert, könnten es ca. 20 oder 25 Millionen gewesen sein. Damals mögen es hunderte oder tausende Menschen gewesen sein, die sich Juden genannt haben. Eine überschaubare kleine Gemeinschaft. Seiner Zeit haben sie wenige Optionen. Die meisten retten ihr Leben. Sie fliehen. In alle Himmelrichtungen. Heute ist von einer Vertreibung die Rede. „Exodus“. Auch eine Waffe, um Mitleid und zugleich schlechtes Gewissen bei den Anderen zu erzeugen.

 

Was seither folgt sind Eroberungs –und Ausbeutungskämpfe zweier aus derselben Wurzel entstandenen „Religionen“, das Christentum und der Islam. Die Gläubigen sind der Deutung ihres „Propheten“ verpflichtet, um die Herrlichkeit ihres „Gottes“ durchzusetzen. Aus der Natur der Sache heraus. Gläubige sind nie zimperlich. Der Glaube macht die Gläubigen nicht nur scheinheilig und verlogen.

 

Sie erfinden Masken wie „Freiheitsliebe“, „Toleranz“, „Großzügigkeit“, „Friedensliebe“, „Hilfsbereitschaft“ usw., während sie täglich alle „anderen“ benachteiligen, unterdrücken, vergewaltigen, ausrauben, ausbeuten und häufig auch ermorden. Dies ist die Tücke des „Glaubens“ im Allgemeinen, umso ausschließlicher beim „Glauben an einen Gott“, den man ja nie zu fassen bekommt. Man glaubt nicht an seinen Gott, wenn dieser Gott nicht der erhabenste, der mächtigste, der weiseste wäre. Wer daran nicht glaubt und irgendetwas daran überprüfen will, genau wissen will, muß leider daran glauben. Die Gläubigen machen ihren angeborenen Denkapparat kaputt und werden blind.

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Wie schon erwähnt, der Moses bleibt das Bindeglied für die drei (semitischen) Religionen: Judentum, Christentum und Islam. Die Christen haben den Jesus Christus auf das Podest gehoben und dadurch den Abraham von dem Podest geholt, der Islam hat den Jesus Christus in die Reihe der „Propheten“ abgewertet, bzw. als einen Vorgänger vom Mohammed proklamiert, erkennt der Islam den Abraham als den Urstifter des Islam an und wartet nach Mohammed auf den „Messias“. Keiner dieser Religionsstifter, dieser Propheten, setzt sich mit dem Verhältnis zwischen Arm und Reich auseinander. Sie halten es mit ihrem allmächtigen Gott, ansonsten mit den Mächtigen. Die Mächtigen sind Garant für die Verbreitung des Glaubens.

 

Meines Wissens ist es unbestritten, daß die „biblische Geschichte“ zwei Bestandteile hat: Eine Jüdische und eine Christliche. Wie schon erwähnt, setzt das Neue Testament das Alte Testament voraus. Beide Testamente sind christliche Plagiate aus dem jüdischen „Tanach“. Der „Tanach“ hat drei Bestandteile: Die Tora (die göttlichen Gesetze), die Neviin (die Geschichten der „Propheten“) und die Ketuvim (die übrigen Glaubensgeschichten). Die Tora sind die vom Moses verfaßten fünf Bücher.

 

Als eine klein gebliebene Glaubensgemeinschaft ist es den Juden gelungen, ihren Anspruch einer auserwählten Glaubensgemeinschaft zu bewahren. Eine auserwählte Glaubensgemeinschaft missioniert nicht aggressiv. Die Juden ersinnen eine andere Strategie zum Erhalt ihrer Existenz. Ihr „Gott“ hat sie gegen die Übermacht der ungläubigen Römer nicht gerettet. Sie weichen aus. Sie „wandern“ aus, überall dort hin, wo sie eine günstigere Lebenssituation erwarten. Es versteht sich von selbst, daß nicht alle auswandern können. Die schwächeren müssen zurückbleiben. Die stärkeren, die wohlhabenderen, müssen sich in der Fremde zu behaupten lernen. In der „Wanderschaft“ geben sie sich als Verfolgte aus wegen des auserwählten Glaubens, als Vertriebene. Und sie lernen, ihre mitgebrachten, bzw. neuen angeeigneten Fähigkeiten zu vermarkten. Die eingewanderten Juden sind selten arm. Arme Juden sind die Zurückgebliebenen.

 

Die Juden vor allem wollen nicht wissen, daß eine Auswanderung keine Vertreibung ist, daß jede  „Auswanderung“ eine „Einwanderung“ zur Folge hat. Jede Einwanderung ist zugleich eine Verdrängung, bzw. Vertreibung von dort eingesessenen Menschen. Jede Verdrängung bzw. Vertreibung von eingesessenen Menschen vollzieht sich durch Anwendung von kompromissloser Gewalt. Diese Saat der Gewalt ist von Moses gesät. Diese Saat ist aufgegangen, zunächst auf einer regionalen Ebene. Der Überlieferung zu Folge in drei Sprachregionen. In hebräischen, in aramäischen und in griechischen Sprachregionen. Mehr über diese Geschichte ist in meinem Blog:

„Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist …

Die Juden, die Juden in der Geschichte, wie die Juden die Judengesehen haben wollen“

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Der „Jesus von Nazareth“, der Stifter des Christentums, propagiert „Nächstenliebe“ und „Barmherzigkeit“. Mit diesem Programm beginnen die Gläubigen von „Jesus von Nazareth“ ihren Marsch gegen den ungläubigen Westen Europas und setzen sich beharrlich durch. Warum nicht auch in andere Himmelsrichtungen? Nichts ist in diesem Zusammenhang überliefert. Ca. 400 nach Christus haben die gut organisierten Christen die Macht in Europa erobert und flächendeckend „Gotteshäuser“, Kirchen errichtet. Den Vatikan in Rom als Zentrum. Zwischendurch haben sie, dank den Römern, Teile der hellenischen Kultur plagiiert.

 

Die „Christlichen Könige“ bekriegen sich untereinander um die Vorherrschaft, um Hegemonie. Der „Nächstenliebe“ und „Barmherzigkeit“ zum Trotz. Ca. 700 Jahre nach Christus kommt der Islam. Die Siegeszüge des Islams bedrängen das Christentum. Der Islam breitet sich unaufhaltsam aus. Im 8. Jahrhundert besetzen die Muslime Teile der christlichen Iberischen−Halbinsel. Die „Mauren“ kommen von Nord−Afrika aus. Sie bringen aber auch etwas Licht des Wissens in die vom Glauben geprägte Dunkelheit in der europäischen Kultur: Die griechische Philosophie und östliche Wissenschaft, vermittelt durch die Araber. Sie verwalten das besetzte Gebiet, so die christlichen Berichter, ohne Verfolgung der Christen und der Juden.

 

Die „Befreiungsschläge“, getarnt als „Kreuzzüge“, der Christen ab dem 11. Jahrhundert, bringen ihnen kurzweilig Raubgewinne, aber keinen Gebietsgewinn. Den Christen gelingt erst 1492 endgültig die Islamische Herrschaft auf der Iberischen−Halbinsel zu beenden. Dieser Vorgang ist später als die „Reconquista“ in die Geschichte eingegangen. Alle Nicht−Christen, also auch die Juden auf der Iberischen Halbinsel, werden von siegreichen Christen vor die Wahl gestellt: Exil oder Konversion.

 

Wie viele Juden zum Christentum übertreten, ist nicht überliefert. Überliefert ist aber, daß nicht weniger als 100.000 Juden auswandern. Es versteht sich von selbst, daß die armen Juden zurückbleiben müssen. Sie haben nicht die „Ressourcen“ auszuwandern. Der größte Teil der ausgewanderten Juden läßt sich nieder im Osmanischen Reich und in Nordafrika. Dieser Tatbestand ist Bemerkenswert. Der Islam hat Juden aufgenommen. Ein kleiner Teil wandert gen Norden. In die Städte Bayonne, Bordeaux, Lovorno, auch Amsterdam, Hamburg und London. Einige auch nach „Amerika“ und nach Indien.

 

Erfüllt dieser Vorgang den Tatbestand der „Verfolgung“ oder eine „Vertreibung“ der Juden durch die Christen? Wenn dies so wäre, ist dies die allererste geschichtlich überlieferte „Vertreibung“ der Juden. Die „Vertreibung der Juden“ ist eine zionistische Erfindung im 19. Jahrhundert, eingesetzt als ein wirksames Kampfmittel um jüdische Sonderinteressen durchzusetzen. Deshalb nehmen die Juden nicht zur Kenntnis, daß jede „Auswanderung“ eine „Einwanderung“ zur Folge hat. Jede Einwanderung ist zugleich eine Verdrängung bzw. Vertreibung von eingesessenen Menschen. Jede Verdrängung bzw. Vertreibung von eingesessenen Menschen. Dies vollzieht sich durch Anwendung von kompromissloser Gewalt. Die Juden haben stets andere Menschen aus deren gesellschaftlichen Existenz vertrieben.

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Warum sind die Armen arm? In den „Büchern“ der drei Religionen ist keine Antwort auf diese Frage zu finden. Es scheint so, daß es „Arme“ schon immer gegeben haben soll, wie Luft oder Wasser. Nur die Luft und das Wasser auf der Erde sind konstant. Es ist aber gewiß so, daß in der neueren Zeit die „Armut“ ein unleugbares wachsendes Problem geworden ist. Die absolute und die relative Zahl der Armen wachsen. Weltweit. Die absolute Zahl der Reichen wächst auch. Wenn auch die realtive Zahl sinkt. Weltweit.

 

Ich stelle seit geraumer Zeit diese Frage und finde keine Antworten. In dem Buch „Soziale Arbeit. Beispiel Obdachlose. Eine kritische Analyse,Verlag: Kiepenheuer & Witsch 1972“ habe ich die Fragen erörtert: Was könnten, was würden die Christenmenschen in einem gesellschaftlichen Umfeld tun, in dem es keine Armut, keine Not gibt? Wie könnten sie ihre Christliche Identität finden, bewahren und immer erneut unter Beweis stellen? Wie könnten sie in einem solchen gesellschaftlichen Umfeld ihre Barmherzigkeit und Ihre Nächstenliebe zur Schau stellen? Werden sie aufhören Christenmenschen zu sein, weil kein Bedarf in der Gesellschaft nach „Barmherzigkeit“ und nach „Nächstenliebe“ gegeben ist? Was sollen die Christenmenschen dann tun, um Christenmenschen zu sein? Ich lasse die Fragen unbeantwortet stehen.

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Unsere Zeit wird geprägt durch die Kultur der europäischen Christen. Weltweit. Begonnen hat die Ausbreitung dieser Kultur im 15. Jahrhundert. Dies ist eine zweite Zäsur in der Geschichte der Menschheit. In dieser Geschichte suche ich Antworten auf meine Frage: Warum sind die Armen arm?

 

Im Jahre 1455 segnet Papst Nikolaus V dem portugiesischen König Afonso V ab, Streifzüge zu unternehmen in fremden Gebieten gegen Muslime und gegen „Heiden“ über “Cape Bojador” und in weiter südlicheren reichen Ländern mit dem Ziel der „Eroberung“. Der Papst sanktioniert seinen Segen mit der päpstlichen Bulle “Romanus Pontifex”. Allerdings mit einer Einschränkung. König Afonso V von Portugal sollte dabei eine imaginäre Linie respektieren, die sich vom Arktis Pol aus dem Norden zum Antarktis Pol in den Süden erstreckte. Westlich von dieser Linie sollte die Domäne des spanischen Königs bleiben. Diese Teilung der nicht-europäischen Welt bestätigt Jahre später Papst Alexander VI durch die päpstliche Bulle “Inter caetera” in 1493.

 

Diese päpstlichen Bullen sind die erste globale Kriegserklärung der europäischen Christen gegen die übrige Menschheit, die den Namen „Welt Krieg“ verdient. So bekommen die Könige von Portugal und Spanien die Lizenz des Vatikans, alle möglichen fremden Länder anzugreifen, zu erobern und zu annektieren, aber nicht mehr gegeneinander zu kämpfen. Diese Vereinbarung wird auch im “Vertrag von Tordesillas” festgehalten. Dieser Krieg ist zu Beginn durch zwei “Leuchttürme” markiert: Christoph Kolumbus und Vasco da Gama.

RAUS AUS DER NATO

Unlängst stellte ich die Frage öffentlich; vertritt eine Partei “Die Linke” diese Forderung.

Nein; diese Frage wird so nicht gestellt. Sie sucht gegenwärtig, aber nicht erst seit heute ihren Weg. Wird sie einen finden? Ich denke ; sie hat ihn gefunden. Sie wird mit diesem jedoch früher oder später ungewollte aber berechtigte Schwierigkeiten bekommen; es sei denn…….

Das Profil einer Oppositionspartei entsprechend den us-amarikanischen und adenauerschen Leitlinien der “FDG” hat sie erreicht. Nichtwar Herr Gysi?

Und so kann auch eine Kanzlerin weiter unbescholten schalten und walten, wie Gerry, Obama u. andere es wünschen. Na und die “Skandälchen” um die elektronische Stasi des US-Bundesstaat BRD brauche ich nun wohl auch nicht noch mal erwähnen:-)

 

Hier für uns noch eine Kopie als Nachbetrachtung und der aktuellen Situation in Sachen Sicherheit (danke für die freundliche Genehmigung an www.scharf-links.de)


 

Internationales, Debatte   

Von Kai Ehlers

(Überarbeiteter und gekürzter Vortrag von der Konferenz:

„1955 – 2015: 60 Jahre BRD in der NATO – 60 Jahre Herausforderung  für Friedenspolitik und Friedensbewegung“)

Siebzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges, im zweiten Jahr des ukrainischen Krieges findet die Moskauer Parade zum Sieg über den Faschismus in Abwesenheit der damaligen Alliierten und heutigen westlichen Partner, dafür in demonstrativer Gegenwart des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping statt. An der Parade auf dem Roten Platz beteiligen sich anstelle westlicher Abordnungen wie in den Jahren zuvor dieses mal  Paradetruppen aus China, Indien, Kasachstan, Weißrussland, Tadschikistan, Kirgisien und der Mongolei. Demonstrativ führt Russland sein modernisiertes Waffenarsenal vor. In seiner die Parade begleitenden Rede fordert Putin allerdings nicht etwa die Weltherrschaft, wie manche Medien ihm andichten, sondern die Schaffung eines weltweiten Sicherheitssystems ohne Blöcke.

Bei einer eigens für sie in Moskau am Tag darauf anberaumten Nachfeier nennt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel die Aufnahme der Krim in die russische Föderation – nach einem kurzen Stocken beim Ablesen der Textvorlage ihrer Presseerklärung  – eine „verbrecherische und völkerrechtswidrige Annexion“. Wladimir Putin, am Rednerpult zwei Meter neben ihr, der deutschen Sprache mächtig, schweigt dazu. Die Website der deutschen Bundesregierung dokumentiert den Vorgang unter dem ausdrücklichen Hinweis: „im Wortlaut“ ohne Kommentar; die russische Diplomatie fordert keine Stellungnahme.

Zitatkasten:

„Durch die verbrecherische  und völkerrechtswidrige  Annexion der Krim und die militärischen Auseinandersetzungen  in der Ostukraine hat diese Zusammenarbeit einen schweren Rückschlag erlitten, schwer, weil wir darin eine Verletzung  der Grundlagen der gemeinsamen europäischen Friedensordnung sehen.“ [i]

In den weiteren Erklärungen der besagten Pressekonferenz am 10. Mai beschwören Angela Merkel wie auch Wladimir Putin die deutsch-russische Versöhnung und „Freundschaft in schwierigen Zeiten“. Sie bekräftigen ihre Übereinstimmung gemeinsam auf die Erfüllung des Abkommens von Minsk II hinzuwirken zu wollen – allerdings formulieren sie dazu diametral konträre Positionen.

Wladimir Putin betont mit Blick auf die Ukraine: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine langfristige Konfliktlösung  nur durch den direkten Dialog gewährleisten können, einen Dialog zwischen Kiew, Donezk und Lugansk. Ich bin der Meinung, dass das eine der Schlüsselvoraussetzungen für eine Konfliktlösung ist. Ich halte es für notwendig, die Wirtschaftsblockade aufzuheben, Finanz- und Bankverbindungen  wiederherzustellen und eine Verfassungsreform durchzuführen unter Beteiligung der südöstlichen Regionen. All das ist in den Minsker Vereinbarungen vom 12. Februar festgeschrieben. Ich möchte noch einmal unterstreichen: Sie müssen erfüllt werden.“ [ii]

Ergänzend bekräftigt er seine am Vortag während der Parade auf dem Roten Platz erhobene Forderung nach Schaffung eines weltweiten Sicherheitssystems ohne Blöcke.

Merkels Floskeln, Kerry`s Wende

Angela Merkel antwortet mit allgemeinen Floskeln zur Notwendigkeit der Waffenruhe im Donbass und der Forderung nach lokalen Wahlen, die durchzuführen seien, ohne jedoch auf Putins Anmahnung des direkten Dialoges zwischen Kiew und den östlichen Regionen und ohne auf Putins Vorschläge zur Schaffung eines blockfreien internationalen Sicherheitssystems einzugehen: „Worum geht es bei der Umsetzung des Minsker Maßnahmen Paketes?“, fragt sie stattdessen: „Es geht darum, dass wir zum Schluss die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine wiederherstellen.“

Mit der Aussparung des direkten Dialogs zwischen den ukrainischen Parteien ist das genau die Position, die Kiew mit seiner „Anti-terroristischen-Aktion“ vertritt, an deren Ende nach Petro Poroschenkos und Arseni Jazenjuks Plänen die Unterwerfung der Lugansker und Donezker „Terroristen“, im Sprachgebrauch der Kiewer ebenfalls Verbrecher, unter die Kiewer Zentralmacht  v o r  den geplanten Lokalwahlen und außerdem die Widereingliederung der Krim in eine „Souveräne Ukraine“ stehen soll. Gegensätzlicher kann eine Übereinstimmung wohl kaum noch sein.[iii]

Zwei Tage später eröffnet US-Außenminister Kerry, begleitet von der im US-Außenministerium für Europa zuständigen Victoria Nuland, überraschend eine diplomatische Offensive in Moskau. Seitdem pendelt Victoria Nuland zwischen Kiew und Moskau hin und her. Auch die USA wollen sich nun für die Einhaltung des Minsker Abkommens einsetzen – allerdings mit dem bemerkenswerten Zusatz, dass Victoria Nuland, nicht zuletzt bekannt als Sonderbeauftragte für Regime-Change-Interventionen Washingtons, in Moskau nicht nur mit Diplomaten, sondern auch mit Vertretern der liberalen Opposition Gespräche führt.[iv]

Rote Linien? Kalter Krieg?

Im Hintergrund wird der Kriegsschauplatz Ukraine von der NATO weiter aufgerüstet.  Noch kein halbes Jahr liegen die Beschlüsse von Wales[v] zurück, in denen die NATO den Ausbau ihrer schnellen Einsatzkräfte entlang der russischen Grenzen verkündete, soeben legte sie in bei einem erneuten Treffen in Antalya mit Beschlüssen für eine zukünftige „hybride Kriegführung“ weiter nach. Dies alles geschieht mit Verweis auf die „russische Aggression“ gegen die Ukraine und die angeblich zu befürchtenden Übergriffe Russlands gegen die baltischen Staaten und andere Länder des Korridors zwischen der EU und Russland.

Im Grundton der Propaganda klingt das alles nach einer  Wiederholung alter Muster des kalten Krieges: Friedenssicherung durch Abschreckung,  Gleichgewicht des Schreckens, Doppelstrategie von Zuckerbrot und Peitsche.Selbst ein moderater Vertreter der NATO, wie Ex-NATO-General Harald Kujat, der in Talkshows und Interviews in den letzten Monaten entgegen der Propaganda des NATO-Hauptquartiers offen die Sicht vertrat, dass „Putin keine direkte Konfrontation“ beabsichtige, das die russischen Manöver der letzten Zeit „maßvolle Demonstrationen“ seien, kommt unter dem Strich doch zu der Sicht, die NATO versuche heute deutlich zu machen, „dass es eine rote Linie gibt.“  In Bezug auf die Ukraine

müsse der Konflikt „nach Auffassung des Bündnisses politisch gelöst“ werden. Niemand wolle eine militärische Lösung.  Auf der anderen Seite gehe es „um die Sicherheit der Mitgliedstaaten wie der baltischen Staaten und der Polen.“[vi]

Stellt sich also letztlich die Frage, von welcher „roten Linie“ ist hier die Rede?

Strategische Eckdaten…

Antworten auf diese Frage sind nicht aus der Propaganda zu gewinnen, weder aus westlicher noch aus russischer. Sie ergeben sich aus einer Analyse  der Hauptelemente der gegenwärtigen Krisenentwickelung. Deren Kern ist: Wir leben immer noch in der nachsowjetischen Transformation. Sie ist inzwischen, nach kurzen Siegestaumel der kapitalistischen Welt in eine allgemeine, den ganzen Globus erfassende Krise der heutigen profitgesteuerten Industriegesellschaft übergegangen. Eine grundlegende Neuordnung steht heute auf der Tagesordnung der heutigen Weltgesellschaft.

Diese Entwicklung stößt an die Grenzen eines bloß ökonomisch definierten Wachstums, sie drängt immer mehr Menschen als „Überflüssige“ an den Rand der Gesellschaft.  Durch den Zerfall der festen Strukturen der bipolaren Welt entsteht zugleich einen Prozess  nachholender Nationenbildung, der in seiner plötzlich freigesetzten Dynamik radikale Nationalismen hervorbringt. Schließlich ließ das Aufbrechen der Blockpolarität nach dem Zerfall der Sowjetunion eine globale Pluralität von Staaten und Regionen entstehen, die sich nach vorübergehender Unterordnung unter die Hegemonie der USA inzwischen zu einer neuen pluralen Völker- und Staatengemeinschaft zusammenfinden müssen und wollen, bei dem die bisherigen   Hegemonialmächte nur Gleiche unter Gleichen sein können.

Soziale Proteste, Revolten, nationalistische Exzesse und geopolitische Zusammenstöße im Zuge der Neuordnung, der Abgrenzungen von Märkten und Einflusssphähren, der wechselnden politischen Bündnisse sind in dieser Übergangssituation vorprogrammiert.

…exemplarisch in der Ukraine

In der Ukraine haben sich diese Elemente zu einer besonders explosiven Situation verbunden. Sie trägt exemplarischen Charakter:

Der radikale Sturz der ukrainischen Gesellschaft aus der Höhe sozialistischer Illusionen in den Abgrund primitivster Formen des oligarchischen Willkür-Kapitalismus bringt besonders eruptive und radikale Kräfte der sozialen Revolte hervor.

Der Nationalismus bekommt aufgrund der realen Zersplitterung des Landes eine brutale Dynamik. Sie verbindet sich zudem mit nach- und antisowjetischen von Teilen des Landes zu einer anti-russischen, in ihren radikalen Formen rassistischen Phobie.

Die geopolitische Situation der Ukraine zwischen  Russland und Europa dient den USA als Hebel zur Schwächung Russlands. Über den gleichen Hebel versuchen die USA ein Zusammengehen zwischen der EU, speziell Deutschlands und Russlands, bzw. der Eurasischen Union zu verhindern, das heißt, Eurasien unter Kontrolle zu halten.[vii]

Wenn die Ukraine „souverän“ wäre…

Vor dem Hintergrund dieser Eckdaten wird die Schlüsselrolle transparent, die  das ukrainische Konfliktfeld für die gegenwärtige Strategie der NATO hat. Es kann hier nicht die ganze Geschichte der NATO- und EU-Ost-Erweiterung aufgerollt werden.

Nur so viel: Man könnte versucht sein zu sagen, die Rote Linie, von der Harald Kujat spricht, zieht sich voll durch die neuere Geschichte der Ukraine. Auf der Krim endet sie jetzt. Die Ukraine war nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 das erste Land, in das die NATO vorstieß. Seitdem wird das Land immer enger an die NATO herangezogen, ohne Mitglied werden zu können. Widersprüche zwischen dem Osten und dem Westen des Landes, widersprüchliche Interessen im NATO-Bündnis, speziell zwischen Deutschland/Frankreich auf der einen, den USA auf der anderen Seite, die rote Karte, die Russland einer NATO-Mitgliedschaft Georgiens und der Ukraine im Georgischen Krieg 2008 entgegen gehalten hat, haben eine Mitgliedschaft bisher verhindert.

Jetzt wäre die Mitgliedschaft der Ukraine der letzte Baustein, mit dem sich die Einkreisung Russlands durch Stützpunkte der NATO vollenden könnte – wenn Kiew die Krim wieder eingemeinden könnte. Wenn die Westmächte bereit wären, Kiew dabei zu unterstützen. Wenn eine derart vorgehende Ukraine zudem ihre sozialen Probleme lösen, wenn sie ihre Minderheiten schützen, vor allem aber, wenn sich die NATO von heute, das heißt, das jetzt gegen Russland gerichtete Kriegsbündnis, verpuppen  könnte, um morgen als kollektives Sicherheitssystem widergeboren zu werden.

Solange dies aber alles nicht so ist, mündet die rote Linie der Krim , anders als von der NATO angestrebt, in der zum 70. Jahrestag vorgeführten demonstrativen Entschlossenheit Russlands, sich dem Erweiterungs- und Einkreisungsdruck der NATO, USA und EU nicht weiter zu beugen und sich durch keine Provokation zu blinden Reaktionen hinreißen zu lassen. Da verschwindet sogar Angela Merkels Auftritt vom 10. Mai im diplomatischen Giftschrank. Jeder Versuch jedoch die rote Linie durch Rückeroberung der Krim zu überschreiten, wäre für Russland ein casus belli, der zudem Russlands neue Verbündete mit auf den Plan riefe. Damit ist dieses Kapitel der Ukrainischen Geschichte vorerst beendet. Eine Lösung des Grundkonfliktes, der aus der Überlagerung von sozialen, nationalen und geopolitischen Krisenströmen im ukrainischen Raum entsteht, ist das jedoch noch keineswegs. Das wird an den nebeneinander stehenden Statements Wladimir Putins und Angela Merkels einen Tag nach dem „Tag des Sieges“ in Moskau mehr als deutlich.

Ach; ist der Imperialismus so niedlich.

Der Beitrag hat schon was für sich. Man darf beruhigt die Partei als solches fragen, wofür sie steht. So richtig wissen es so manche Mitglieder schon lange nicht mehr. Ist es die anerzogene Parteidisziplin, welche ihnen als letztes Erbe der SED und alter DKP geblieben zu sein scheint. Dann wird es Zeit. Wie sagt man bei manchem Thema; es sei um die Zwölfe herum? Wenn es nicht doch vollends zu spät ist. Getrost darf man ihnen nachsagen, dass so mancher braver P-Soldat auch mein Erbe zum Fußball der Geschichte erklärt.

Und nun fängt man an sich zu wundern? Wie schon bemerkt; gut dass die DKP  lernfähig sich den heutigen Klassenkämpfen stellt!

Hier aber der Beitrag aus “www.scharf-links.de”

DIE LINKE – Karneval und Optimismus des Willens


Bildmontage: HF

17.05.15
LinksparteidebatteLinksparteidebatte, Debatte, Sozialismusdebatte 
 

Eine stinknormale (systemkonforme) bürgerliche Reformpartei

Von Reinhold Schramm

»Kluge Ideen hat die Linke schon. Aber warum schafft sie es partout nicht, Mut zum gesellschaftlichen Aufbruch vermitteln? {…} Es gibt bereits heute weniger Patriarchat, konstatieren Kipping und Riexinger.«

Vgl. Freitag, Meinungsmedium *

Kommentar:

DIE LINKE ist eine stinknormale, pro kapitalistische und bürgerliche Reformpartei.

• Mit dem Verbot der KPD, 1956, wurde die marxistische Partei der werktätigen Bevölkerungsmehrheit im westdeutschen Parlament nachhaltig liquidiert.

• Die SPD-Spezialdemokraten, – der westdeutschen Bourgeoisie und deren Staatsschutz –, sorgten für deren Verdrängung aus den (SPD geführten) DGB-Gewerkschaften und (BDI-BDA-) Großbetrieben.

• Mitarbeiter der Westalliierten, des westdeutsch-westberliner VS-Staatsschutz und des westdeutschen Ministeriums für Gesamtdeutsche Fragen, sorgten erfolgreich für die ideologische und politische Isolierung der SEW in Westberlin, — im Zusammenhang mit der antikommunistischen und gesellschaftspolitischen Wende in Ostdeutschland [– zunehmend gegen Mitte-Ende der 1970er und zu Beginn der 1980er Jahre, nicht durch die Bürgerbewegung, sondern innerhalb der SED].

• Die historische Selbstauflösung der SED, die opportunistisch-karrieristische Gier nach Beamtenposten, westliche Lohn- und Gehalts-, Renten- und Pensionsansprüchen, – und gesellschaftspolitische Sozialdemokratie, ist heute allgemein in Ostdeutschland und Westdeutschland (?) bekannt.

Der (heute gesamtdeutsche) staatsmonopolistische Beamtenstaat, die Administration der Wirtschafts-, Finanz- und Monopolverbände, sie haben gemeinsam jede antikapitalistische Arbeiter- und Emanzipationsbewegung, – zusammen mit ihren bürgerlichen Parteien: SPD/DGB, CDU-CSU/FDP und BündnisGrün –, in Deutschland beseitigt.

Merke: Die verbliebene spätbürgerliche LINKE ist heute ein Teil der sozialdemokratisch-parlamentarischen Reformbewegung in Deutschland. Eine Überwindung der Macht der Finanz- und Monopolbourgeoisie in Deutschland und EU-Europa ist nicht beabsichtigt; allenfalls die Verschönerung durch Fassadenmalerei.

Noch gibt es keine Industrie- und Großspenden. Vielleicht müsste der Quandtsche Staatsschutz- und Bundespräsident hierfür (s)ein Wort einlegen?

[– unvollständige (historische) Bemerkungen]

* Vgl.: Der Freitag, Meinungsmedium, Ausgabe 1815, 13.05.2015. Das kommende Vergnügen. Perspektive. Kluge Ideen hat die Linke schon. Von Michael Jäger, Redakteur des Freitag.

»Mit ihrem Zukunftsmanifest schlagen Kipping und Riexinger eine neue Tonlage an, die sogar der taz gefällt und ihr einen freundlichen Bericht entlockt: „Hartz IV, liebstes Feindbild und Gründungsmythos der Partei zugleich, erwähnen sie auf 16 Seiten kein einziges Mal. Stattdessen geht der Blick nach vorne: Ein ,freier, grüner, feministischer und lustvoller Sozialismus’ sei nötig.“ Tatsächlich brauchten sie nicht Hartz IV zu erwähnen, wenn es doch einfacher ist, gleich die Alternative zu fordern, nämlich das existenzsichernde Grundeinkommen. „Lustvoll“ ist das Fordern allein zwar noch nicht. {…}« Vgl.

www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/das-kommende-vergnügen

17.05.2015, Reinhold Schramm

An die Linke – Und wie weiter?

 —– Original Message —–      eine Mail an mich

From: xxxxxxxx

To: Wolfgang Kulas Sent: Saturday, May 16, 2015 3:32

PM Subject: Re: -kritische Fragen an Funktionäre der Linken und keine Antwort?

Hallo Wolfgang Das ist ja mal Klar und Provokant. Leider glaube ich das eine “Organisation” die sich die bürgerliche Demokratie, soll heißen eine ihr angedachte Rolle in der Opposition auszufüllen um ihre Wähler zu befriedigen andererseits aber nicht auf die Tantiemen verzichten möchte,unterworfen hat Dir wiederum die Antworten schuldig bleiben wird. Habe ein schönes WE xxxxx Am 16. Mai 2015 um 15:17 schrieb Wolfgang Kulas <Wolfgang.Kulas@t-online.de>:

 

-hier eine Mail an Funktionäre der Partei “Die Linke” abgeleitet und angeregt von einem Beitrag aus der Jungen Welt

https://www.jungewelt.de/2015/05-16/013.php

-schmeckt es hinterher wie Anis?

Da hätte Lenin noch etwas zusagen gehabt; und was spricht der Ältestenrat einer Linken…? Und eine hoch-bürgerliche Presse sinniert über die Müdigkeit eines Herrn Gysi. Ist dies nun auch schon “auserkorenes Polit-Marketing? Kinder ist die Welt eng. Den freiesten Blick hatten und haben sich immer bewahrt; na? -klar; Marx, Engles, Lenin und nicht vergessen wollen wir ihre Kollegen der Neuzeit. Dazu kann man heute Leute zählen, welche nicht unbedingt alle mit der SED verbandelt waren. Man macht sich halt so seine Gedanken über das eigene Einbringen. Und denke ich an so manchen “mit-Genossen” aus den SED-Zeiten, bei denen wird mir schlecht. Ach ja; ich hatte ja vergessen, dass ich nicht immer so folgsam war. Deshalb ging an mir Amt und Mandat wohl rechts an mir vorbei; und es bekommt mir ganz gut. Besonders, seit ich erkennen musste, dass bürokratischer Fortschritt nicht mit gesellschaftlichen gleichzusetzen ist. Nicht war Herr Liebich. Aber warum kritisiere ich Sie, wenn Sie ihre Vorbilder in diesem Haus aus meiner Zeit finden? Wo werden “sie” noch landen, meine Nachfahren oder Teilerben? Wir wissen es alle. Und viele von Ihnen glauben heute es zu wissen. Besonders scheinen es die Neuaufbereiter meiner Vergangenheit zu wissen und diese sagen mir; ich habe zu Unrecht gelebt? Ja; ich nehme mir die Freiheit so wie er; dieser äußerst bemerkenswerte Herr Ramelow, welchen ich über Herrn Harzer persönlich kennen lernen durfte und seine Töne heute gegenüber damals einige Disharmonien verbreiten. Diese Wandlungen, übrigens nichts Neues, hatten sich bisher vorwiegend bürgerliche Politiker vorbehalten. Auf den Parteitag bin ich insofern neugierig, wie sie mit jenen verfahren, welche doch so langsam lästig sein müssten. Leider wird es einen längeren Leidensprozess geben, bei dem so manche Persönlichkeit sich noch aufreiben wird. Vor allem habe ich gewisse Symphatien für so manche Mitarbeiter, welche in ihrer Tätigkeit ihre soziale Sicherheit glauben gefunden zu haben. Sie spielen dabei wohl auch eine wenig mit einer Unbekannten wie jeder an seinem Arbeitsplatz. Er; der MB kündigte ja noch weit aus mehr “Wandel” an. Übrigens; auf Mails mit kritischen Inhalten habe ich aus der Linken bisher noch keine Reaktion erfahren. Von bürgerlichen Persönlichkeiten habe ich allerdings mittlerweile einige Meinungsäußerungen erhalten, welche ich zur Kenntnis nahm und teils auch respektiere. Halt; stimmt nicht ganz aber ich verkneife mir hier nochmals einen Namen in den Vordergrund zu rücken; die ganze Peinlichkeit garniert mit Neid-begründung usw. reicht. Soll ich das Schweigen nun als Kompliment oder wie auffassen? Nein; aus einer Intellektuellen-Partei gibt man sich wohl mit einem prolatarisch fühlenden Typ nicht ab. Mein herzlicher Dank damit an Herrn Christian Wulff, danke nach Berlin an ganz liebe einfach tolle Leute, danke Täve Schur, danke Heinz Keßler, danke Ina nach Dresden, danke vielen anderen Damen und Herren, welche auf Kritik und Fragen einfach Rede und Antwort standen. Danke z.B. nach Südtirol, danke nach Innsbruck, Salzburg, Brixen und Bozen und natürlich Oldenburg und Rostock u. v. a. Lebhafte Signale kommen mitlerweile aus allen Teilen dieser Republik. Es ist gut, dass es eine DKP gibt. Es ist gut, dass sich noch viele andere Organisationen sich dem Erbe von Marx, Engels, Lenin annehmen. Es ist gut; dass es die Junge Welt gibt. Äh; noch an den MB; wenn eine Kritik eines Bürgers der DDR (Eingabe) nicht ordnungsgemäß beantwortet wurde und Sie an deren Stelle gewesen wären, hätten sie nicht lange als MB fungiert :-) Ja; so schlimm war es bei uns; ob sie verstehen???

-schöne Pfingschden-

Wolfgang Kulas :-) auch unter www.unrecht.xyz —

wer anderen eine Grube gräbt ist ein Bauarbeiter

Frau Merkel; Krieg oder Frieden?

Nun Frau Doktor,
ich denke Respekt und Respektlosigkeit können eng aneinander liegen oder ist es schon die persönliche Angst vor Freunden?
Ihre Haltung, Ihr Auftritt in Moskau im Gedenken an 70 Jahre Befreiung des deutschen Volkes und dem Anteil der Sowjetvölker und dem russischen Volk heute widerspricht jeglichem Anstand und ich lasse prüfen, wieweit Sie am Rande des Demokratievertändnisses der freiheitlich demokratischen Grundordnung angekommen sind.
Mich persönlich wundert dies nicht, waren Sie ja schon gewillt, deutsche Soldaten unter ihrem Freund Bush in den Irak zu entsenden, hätten Sie die Macht damals gehabt? Ich denke auch nicht, dass Ihr Verhalten eine momentane Laune ausdrückt und Sie im vollem Bewußtsein der NATO gerne den Dienst erweisen, die durch Sie hervorgerufenen Spannungen zu Russland weiter zu vertiefen.
Ich verurteile Ihre Haltung als oberster Regierungsrepräsentant auf das schärfste. Und in Deutschland wundert man sich über das Wiederaufkeimen des Faschismus?
Mögen Sie recht bald auf den “christlichen Pfad der Tugend” zurückkehren, um den Entspannungskurs und nicht den der Konfrontation zu suchen!.
Ihr Rücktritt ist angebracht!

RAUS AUS DER NATO

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An das Präsidium der CDU
Verehrte Damen und Herren, lassen Sie es nicht zu, dass Ihre Parteicheffin Sie auf einen Kurs verführt, welcher uns allen nicht ansteht!

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-Kopie von heute aus der Online-ausgabe der JW- 12.Mai 2015

Kriegshetze
Skandalöse Äußerungen Merkels in Moskau
Von Arnold Schölzel
Was gehört dazu, sich als Repräsentantin eines deutschen Staates in Moskau 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hinzustellen und von einer »verbrecherischen und völkerrechtswidrigen Annexion der Krim« zu sprechen? Antwort: Erstens das Fehlen jeglichen Funkens Anstand. Das war bereits klar, als der Boykott der russischen Feierlichkeiten zum 9. Mai angekündigt wurde – insofern war es eine Wiederholungstat. Zweitens das verordnete Vergessen dessen, was »verbrecherische Annexion« an solch einem Tag der Erinnerung an Vernichtung und Kolonisierung – auch der Krim – durch einen deutschen Staat bedeutet. Der keiner linken Neigung verdächtige Historiker Götz Aly wies in der Berliner Zeitung am vergangenen Dienstag auf den ersten Befehl des sowjetischen Stadtkommandanten Berlins Nikolai Bersarin vom 2. Mai 1945 hin, in dem von Wiederherstellung des Gesundheitswesens, von Lebensmittelversorgung und Hilfe für kranke Kinder die Rede war. Aly setzte hinzu: »Ersparen wir uns erste Wehrmachtsbefehle in Minsk, Kiew oder Smolensk«. Der Name von Bersarin sollte nach 1990 auf Betreiben der SPD aus dem Berliner Stadtbild verschwinden, um seine Ehrenbürgerschaft gab es eine lange Auseinandersetzung auf Frontstadtniveau. Das war ein Beispiel für die Staatspolitik, die Angela Merkel mit ihrem Vokabular würdig vertreten hat.

Diese zutiefst reaktionäre, ja revanchistische Haltung ist drittens auch Quelle jener Ignoranz, die die Regierungschefin eines Staates, der unter ihrer Führung an jeder staatsterroristischen Aktion des Westens in den vergangenen zehn Jahren teilgenommen hat, gegenüber Meinungen auch deutscher Völkerrechtler zur »Annexion« der Krim pflegt. Dort gab es keine Annexion, so argumentieren nicht wenige Juristen, sondern eine Sezession, die durch ein Referendum legitimiert wurde.

Der Affront übersteigt das gewohnte Maß auf dem diplomatischen Parkett des Kalten Krieges. Es handelt sich um Kriegshetze, wie sie ansonsten von den in Kiew durch die von den USA installierten Kreaturen à la Jazenjuk zu hören ist. Mit ihrer Wortwahl hat sich die Kanzlerin fest an die Seite der »Fuck the EU«-Strategen gestellt. Lügen und Russophobie sind wichtigste Bestandteile der dazugehörigen westlichen Propaganda.

Fest steht zugleich: Derzeit zeigen die USA und ihre bundesdeutsche Lobby Angela Merkel die Instrumente. Die Vorgänge um die BND- und NSA-Affäre haben dazu geführt, dass die SPD öffentlich auf Distanz zu ihr persönlich geht und von »Lügen« aus dem Kanzleramt spricht. Das besagt, dass der Druck aus Washington, schärfer gegenüber Moskau aufzutreten, zunimmt. Gleichzeitig lässt aber der Druck des deutschen Kapitals, wenigstens den Handel mit Russland nicht weiter einzuschränken, nicht nach. Merkels Worte sind insofern ein deutliches Signal: Sie hat sich für Eskalation, wenn nicht für Krieg entschieden.